Spritze statt Skalpell - ANHANG
Nichtoperative Behandlung der Dupuytren'sche Kontraktur erstmals möglich
ANHANG zu OTS - Fact Sheet Dupuytren'sche Kontraktur & Kollagenase
Wien (OTS) - Eine neue Injektion von Pfizer ermöglicht die
Behandlung von Dupuytren Patienten auch ohne operativen Eingriff. Die
europaweit ersten Behandlungen außerhalb klinischer Studien wurden in
Österreich durchgeführt. Der Morbus Dupuytren ist eine langsam
fortschreitende Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche, die
zu massiven Beeinträchtigungen führen kann - rund 200.000 Erkrankte
sind schätzungsweise in Österreich davon betroffen.
Wenn die wichtigsten Werkzeuge des Menschen - die Hände - nicht
mehr richtig funktionieren, dann werden kleinste Alltagsarbeiten zur
Geduldsprobe. Morbus Dupuytren beginnt in der Innenfläche der Hand,
wo zunächst kleine Knötchen auftreten. Diese Knoten verhärten nach
und nach und entwickeln sich zu einem richtigen Strang, der
seinerseits zu einer Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit in den
Fingergrund- und -mittelgelenken führt. Bei fortschreitendem
Krankheitsverlauf führen die Symptome der Dupuytren'sche Erkrankung
zu einer dauerhaften Verkrümmung des Fingers zur Handinnenfläche hin
- genannt Dupuytren'sche Kontraktur.
Große Belastung im Alltag
Eine Dupuytren'sche Kontraktur kann die Lebensqualität eines
Patienten erheblich beeinträchtigen, wobei der betroffene Finger
häufig eine Behinderung bei Alltagsaktivitäten wie Besteckhalten,
Gesichtwaschen oder Händeschütteln mit sich bringt. Die Erkrankung
tritt häufiger bei Männern, als bei Frauen auf. Die genaue Zahl der
Erkrankten in Österreich ist unbekannt. Die deutsche
Selbsthilfegruppe Dupuytren e.V. schätzt, dass es in Deutschland 1,4
bis 1,9 Mio. Fälle gibt - das entspräche annähernd zwei Prozent der
Bevölkerung. (1) Legt man diese Zahlen auf Österreich um, so kann von
zirka 200.000 Betroffenen ausgegangen werden. Vermutlich kommt es bei
rund einem Viertel dieser Patienten zur Ausbildung eines Stranges
sowie zu einer funktionellen Einschränkung, die eine Behandlung
erforderlich machen kann. Trotz der großen Anzahl an Betroffenen ist
die Erkrankung in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Der
"Hand-Report 2011" - eine von Pfizer in Auftrag gegebene Studie -
zeigt auf, dass 89% der Österreicher die Erkrankung nicht kennen.
Injektion mit Kollagenase statt Operation
Zwar kann die Dupuytren'sche Erkrankung nicht geheilt werden, doch
gibt es eine Reihe von chirurgischen und nicht chirurgischen
Behandlungsmöglichkeiten. Als Standardtherapie gilt ein operativer
Eingriff zur Durchtrennung oder Entfernung des Stranges. (2)
Bei der neuartigen Injektionstherapie wird ein gewebsauflösendes
Enzym (Eiweiß) in den Strang gespritzt, um die Bindegewebsfasern
aufzulösen und den Strang aufzubrechen. Am Folgetag nimmt der Arzt
eine manuelle Fingeraufdehnung vor, falls der Strang nicht schon von
selbst gerissen ist.Diese Behandlung erfordert weder einen
Spitalsaufenthalt, noch eine Vollnarkose. Den Patienten wird
lediglich eine lokale Betäubung für die manuelle Fingerextension
verabreicht, damit diese nicht als schmerzhaft empfunden wird. "Die
Dupytren'sche Kontraktur kann das Leben der Patienten merklich
beeinträchtigen und alltägliche Aktivitäten deutlich erschweren", so
Oberarzt Dr. Martin Leixnering, Präsident der Österreichischen
Gesellschaft für Handchirurgie. "Die neue injizierbare Therapie kann
ganz ohne operativen Eingriff das Leben der Betroffenen maßgeblich
erleichtern." so Leixnering weiter. Die europaweit erste Behandlung
mit dieser innovativen Injektionstherapie wurde im Frühjahr in
Österreich, im Herz-Jesu Krankenhaus durch die Oberärzte Dr. Martin
Chochole und Dr. Matthias Wlk durchgeführt.
Weitere Informationen erhalten Patienten unter der Hotline
0676/4139762 (von 09:00-17:00 Uhr).
Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt
Pfizer erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet moderne
Arzneimittel für alle Lebensphasen von Mensch und Tier - und das
schon seit über 160 Jahren. Mit einem der höchsten Forschungsetats
der Branche (2010: 9,4 Milliarden US-Dollar) setzt Pfizer, mit
Hauptsitz in New York, neue Standards in verschiedensten
Therapiegebieten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien und
Erkrankungen der Atemwege, Erkrankungen des Zentralnervensystems,
Anti-Infektiva, Schmerztherapie, Urologie, Gastroenterologie,
Schmerz, Rheumatologie, Augenheilkunde, Onkologie, sexuelle
Gesundheit, und Impfstoffe.Weltweit arbeiten bei Pfizer rund 100.000
Menschen daran, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder erträglicher
zu gestalten. Pfizer ist heute in über 150 Ländern mit
Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen
Umsatz von rund 67,8 Milliarden US-Dollar.
In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei
Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte
sowie Tiergesundheit. Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger
Partner der medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um
mehr über unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf
www.pfizer.at
Quellen
(1.) Brenner P et Rayan GM: Ein Chirurgisches Therapiekonzept,
Springer Verlag 2003.
(2.) Webseite NHS Choices: Dupuytren's contracture - surgery:
www.nhs.uk/Conditions/Dupuytrens-contracture/Pages/Surgery.aspx.
Stand: 01.08.2011.
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