• 19.09.2011, 11:58:20
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VP-Aichinger: Vassilakou widerspricht eigener Studie

Wien (OTS) - "Es ist unverständlich, dass Verkehrsstadträtin
Vassilakou die Ergebnisse der von ihr in Auftrag gegebenen Studie
einfach negiert und das Gegenteil des Studienergebnisses verlangt",
kritisiert der Klubobmann der ÖVP Wien, LAbg. Fritz Aichinger.
Tatsächlich habe die Expertenstudie sowohl die Shared-Space-Variante
der Neubauer Grünen als auch die Fußgängerzone, wie sie die
Bezirksvorsteherin des sechsten Bezirk gefordert hat, als nicht
empfehlenswerte Varianten eingestuft. Die Variante mit höchster
Plausibilität wäre, folgt man der Studie, eine Einbahnführung auf der
gesamten Mariahilferstraße stadtauswärts. Genau diese von den
Experten, den Geschäftsleuten und den Bezirksbewohnern favorisierte
Variante lehnt aber Vassilakou vehement ab. "Erst eine teure Studie
in Aufrag geben und dann einfach das Ergebnis öffentlich zu negieren,
zeugt von wenig verkehrspolitischer Kompetenz der Grünen", so
Aichinger.

Offensichtlich sei es der Plan der Verkehrsstadträtin, die Studie so
lange zu zerreden, bis das ihr genehme Ergebnis herauskomme. Wenn man
sich aber Experten bediene, so müsse man deren Ergebnisse auch
akzeptieren und nicht genau das Gegenteil fordern. Diese Opposition
zur eigenen Studie zeige, dass die Grünen ein Jahr nach
Koalitionseintritt noch immer nicht in ihre Rolle als
Regierungspartner geschlüpft seien. "Man gewinnt auch zunehmend den
Eindruck, dass Vassilakou ihre ganze Energie für das Prestige-Projekt
Mariahilferstraße aufwendet, andere Verkehrsproblematiken in Wien
jedoch komplett links liegen lässt", so Aichinger weiter.

Die ÖVP könne sich die von den Verkehrswissenschaftlern favorisierte
Einbahnlösung stadtauswärts durchaus vorstellen, vorausgesetzt, die
Mariahilferstraße werde nicht so rückgebaut, dass im Notfall bei der
Sperre einer Fahrbahn der gesamte Verkehr lahm gelegt werde. Außerdem
müsse sichergestellt werden, dass Parkplätze erhalten bleiben und der
Verkehr nicht in den 7. Bezirk verdrängt werde. Diese offenen Punkte
müssen bei einer Variantenprüfung noch geklärt werden, ehe man sich
zu Verkehrsmaßnahmen auf der Mariahilferstraße entschließe.

"Unüberlegte planerische Schnellschüsse bei der Mariahilferstraße
können sich auf die Qualität der Straße als Nahversorgungszentrum,
aber auch als Wohnort rasch negativ auswirken", so Aichinger
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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