• 15.09.2011, 10:25:09
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Schülerunion: BM Schmied sperrt Schulpartner ein

Schülerunion fordert einen Landes- bzw. Bundesschulgemeinschaftsausschuss zur Einbindung von Schülern, Lehrern und Eltern in die Bildungspolitik

Wien (OTS) - 800 Schüler, Lehrer und Eltern der AHS Rahlgasse
wollten heute, Donnerstag, ihren Unmut kundtun. Sie hatten die
Absicht, das Gespräch mit dem Bildungsministerium und dem Wiener
Stadtschulrat im Zuge eines Lehrausganges zu suchen.

Grund des Ärgers ist die Streichung von Werteinheiten für
unverbindliche Übungen. Außerdem wird die Klassenschülerhöchstzahl
von 25 in mehr als 50 Prozent der Klassen deutlich überschritten.

Als die politischen Verantwortlichen von den Anliegen der
Schulpartner erfuhren, sprachen sie eine Weisung an die Direktorin
der Schule aus: Die Schüler und Lehrer dürfen die Schule für den
Lehrausgang ins Ministerium nicht verlassen.

"Kritik ist ernst zu nehmen und wichtiges Feedback von Schülern,
Lehrern und Eltern in Vorhaben zu berücksichtigen. Aber BM Schmied
schiebt einen Riegel vor und sperrt die Schulpartner in der Schule
ein", zeigt sich Jim Lefebre, Bundesobmann der Österreichischen
Schülerunion, empört.

Die Schulpartner ließen sich jedoch von den Maßnahmen der BM nicht
einschüchtern und protestierten an der Schule. Sie versammelten sich
vor dem Schulgebäude und zeigten mit Plakaten auf, dass sich bis zu
34 Schüler in einer Klasse befinden.

"In einer Klasse sitzen sogar 34 Schüler. Dies hat zur Folge, dass
wir den Chemie- und Biologiesaal nie benutzen können. Denn dieser ist
für maximal 30 Personen bestimmt", beschwert sich Jeremy Djordjevic,
Schulsprecher der AHS Rahlgasse.

Erfreut ist Christoph Girbinger, Landesschulsprecher aus Wien, denn
"es ist sensationell wenn alle an einem Strang ziehen. Diese Schule
beweist, dass eine starke Schulpartnerschaft der beste Weg zu einer
gelebten Bildungspolitik ist. Fatal ist jedoch, wenn man sie
ignoriert".

"Deshalb fordern wir die Einbindung der Schulpartner. Dies soll durch
einen Landes- bzw. Bundesschulgemeinschaftsausschuss (LSGA bzw. BSGA)
passieren. Wie an Schulen im Schulgemeinschaftsausschuss sollen dort
landes- bzw. bundesweite Vertreter diskutieren", schlägt Lefebre vor.

"Durch die Einführung eines LSGA bzw. BSGA stellen wir sicher, dass
es um einen Fortschritt im Bildungsbereich geht und nicht um
Prestigeprojekte von BM Schmied", bekräftigt Lefebre abschließend.

Fotos zur honorarfreien Verwendung finden Sie unter
http://public.ftp.schuelerunion.at/bmsperrtein

Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis: Österreichische Schülerunion
Daniel Perschy, Pressesprecher
Tel.: 0664 960 15 74, Mail: [email protected]

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