- 14.09.2011, 13:24:28
- /
- OTS0205 OTW0205
AK fordert Masterplan für die Gesundheitsberufe
Arbeitsbedingungen müssen besser werden, um gute Pflege und medizinische Versorgung für alle PatientInnen zu sichern
Wien (OTS) - "Nur wenn sich die Arbeitsbedingungen für die
Beschäftigen der Gesundheitsberufe entscheidend verbessern, können
wir auch in Zukunft gute Pflege und den hohen Standard bei der
medizinischen Versorgung für alle PatientInnen sichern", sagt AK
Präsident Herbert Tumpel zur aktuellen Kampagne der Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten, die auf die oft schwierigen Arbeitsbedingungen
in den Gesundheitsberufen aufmerksam macht. Denn in den
Gesundheitsberufen fehlen in den nächsten Jahren in Österreich
tausende Fachkräfte. "Die Gesundheitsberufe könnten Traumberufe sein
für Menschen, die gerne mit Menschen arbeiten und gerne helfen. Aber
dafür müssen auch die richtigen Bedingungen geschaffen werden", sagt
Tumpel. "Die Kampagne der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten kommt
daher zur rechten Zeit und muss Gehör finden", so Tumpel. "Die AK
Wien erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten in den
Gesundheitsberufen." Rechtzeitig muss jetzt genau dort angesetzt
werden, wo es Probleme gibt. "Wir brauchen einen Masterplan für die
Gesundheitsberufe, der den Bestand an qualifizierten Fachkräften auf
Dauer sichert und der die Personalentwicklung so ausrichtet, dass für
die älter werdenden Beschäftigten, wie für die Jungen, die
nachrücken, die Gesundheitsberufe weiter attraktiv bleiben."
Eine AK-Studie hat die besonderen Belastungen in den
Gesundheitsberufen aufgelistet. Hier müssen Verbesserungen ansetzen.
Etwa über besondere Belastungen beim Heben und Tragen klagen 41
Prozent der Beschäftigten in den Gesundheitsberufen in Wien. Über
schwierige Bewegungsabläufe oder Körperhaltungen in der Arbeit klagen
rund 48 Prozent der Beschäftigten. Weitere Belastungen für die
Gesundheitsberufe: "Zu wenig Personal" sagen rund 47 Prozent. Durch
die "Bürokratie" belastet fühlen sich rund 44 Prozent, über großen
Zeitdruck klagen rund 34 Prozent. Deshalb fordert die AK:
+ ein Programm zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten im
Gesundheitswesen
+ eine Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive, die nicht nur
genügend Personal aus- oder weiterbildet, sondern es auch auf die
psychischen Belastungen im Umgang mit kranken Menschen und ihren
Angehörigen vorbereitet.
+eine Personalentwicklungsstrategie, die erkennbar auf die
Altersstruktur der Beschäftigten eingeht und genügend alternsgerechte
Arbeitsplätze anbietet.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW






