• 11.09.2011, 12:31:56
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Industrie zu Universitäten: Studenten-Zustrom zu einzelnen Fächern besser steuern

IV-Präsident Sorger: Begrüßen Töchterle-Aussagen zu Studienbeiträgen und Zugangsregelungen - Absolventen-Mangel in naturwissenschaftlichen und technischen Studien

Wien (OTS/PdI) - Die Industrie begrüßt die Aussagen von
Wissenschaftsminister Dr. Karlheinz Töchterle zu dynamischen
Studienbeiträgen und Zugangsregelungen an den Universitäten in der
ORF-"Pressestunde". "Eine bessere Steuerung des Studenten-Zustroms zu
den einzelnen Fächern ist unbedingt erforderlich, da weit mehr als
die Hälfte der Studienanfängerinnen und -anfänger derzeit nur zehn
Prozent der Studienrichtungen wählen. Dies führt dazu, dass es an
Absolventinnen und Absolventen naturwissenschaftlicher und
technischer Studienrichtungen mangelt - ein beträchtlicher
Wettbewerbsnachteil für das Industrieland Österreich", erklärte der
Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger heute,
Sonntag. Zugangsregelungen und Eingangsphasen im Rahmen des
"kreativen und innovativen" Gesamtpakets des zuständigen
Bundesministers seien daher sinnvoll, um ein qualitativ hochwertiges
Hochschulsystem zu schaffen.

"Österreich ist das einzige Land, wo es weder Zugangsregelungen
noch Studienbeiträge an den Universitäten gibt. Mit Blick auf globale
Wettbewerbsfähigkeit müssen wir für eine exzellente Ausbildung und
optimale Rahmenbedingungen für die Studierenden sorgen. Nur so ist
die im OECD-Vergleich niedrige Akademikerquote nachhaltig anzuheben",
betonte der IV-Präsident. Im Zentrum der Bemühungen müsse stehen,
Effizienzpotenziale durch Strukturbereinigungen zu heben, und die
Mittel bestmöglich und treffsicher für die Ausbildung junger Menschen
einzusetzen. "Nur so sind wir als Industrie- und Arbeitsstandort im
internationalen Wettbewerb weiter vorne mit dabei", sagte Sorger. Die
Industrie trete vor dem Hintergrund für Studienbeiträge ein, "wobei
kein fähiger junger Mensch aus finanziellen Gründen vom Studium
abgehalten werden soll". Hier seien etwa eine Stundung der Beiträge
sowie kreditfinanzierte Modelle zielführende Varianten.

"Studienbeiträge sind sinnvoll, weil dadurch die Studienwahl
überlegter erfolgt, prüfungsinaktive Studierende - derzeit rund
100.000 Personen - aus der Statistik bereinigt werden und die
Studiendauer, die in Österreich im internationalen Vergleich überlang
ist, sinkt", so der IV-Präsident. Das Argument von der sozialen
Selektion sei "eine ewige Mär", da Stipendien-Bezieher ohnedies von
den Beitragszahlungen befreit wären. Überdies könnten die
Universitäten gemäß dem neuen Modell von Bundesminister Töchterle -
das tatsächlich Brücken über bisherige politische Differenzen hinweg
bauen könne - weitere Ausnahmen machen. "Über die Maßnahmen im
Universitätsbereich hinaus gilt es, endlich auch die Reform des
Schulsystems anzugehen. Daher unterstützt die Industrie auch das
Bildungsvolksbegehren", sagte Sorger. Auch hier müsse man daran
arbeiten, "dass nicht wertvolle Potenziale junger Menschen
'unterwegs' im Schulsystem verlorengehen".

Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:[email protected]
www.iv-net.at/medien

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