- 28.08.2011, 08:00:31
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"trend": Ausverkauf bei der Hypo Alpe Adria
Um 2011 ausgeglichen bilanzieren zu können, nimmt das Hypo-Management enorme Abschläge bei Veräußerungen in Kauf.
Wien (OTS) - Zwischen dem Management der Hypo Group Alpe Adria
(HGAA) und dem Chef der CSI-Hypo, Wolfgang Peschorn, bahnt sich ein
neuer Konflikt an, da die ehemalige Skandalbank ihr Beteiligungs- und
Kreditportfolio auch weiterhin gnadenlos bereinigen will. Das käme
angesichts der bereits vorgenommen Abschreibungen und
Einzelwertberichtigungen de facto einem Ausverkauf gleich, berichtet
das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden
Ausgabe. Allein bei den 50 größten Kreditfällen betragen die
Einzelwertberichtigungen mit 1,5 Milliarden Euro mehr als die Hälfte
der aushaftenden Beträge. Um nach den Verlusten der letzten Jahre
2011 ausgeglichen bilanzieren zu können, will die HGAA laut "trend"
den Schuldnern bei sofortiger Bezahlung des noch nicht
wertberichtigten Obligos einen Sonderrabatt von bis zu 40 Prozent
gewähren.
Dieser Vorteil käme auch den neuen Eigentümern der Hypo
Consultants-Gruppe zugute kommen könnte, obwohl der seinerzeitige
Verkauf dieser Bank-Beteiligungen aufgrund einer kürzlich
eingebrachten Sachverhaltsdarstellung der CSI-Hypo nun endgültig ein
Fall für die Staatsanwaltschaft ist. Denn: "Die nunmehrigen
Untersuchungen haben den Verdacht aufgeworfen, dass die Veräußerung
(...) allein dem Ziel gedient haben dürfte, die seinerzeitigen
Altaktionäre in den Genuss einer Sonderdividende kommen zu lassen",
zitiert der "trend" exklusiv aus dem Gerichtsakt.
"Um dem Steuerzahler solche Schäden künftig zu ersparen", will
CSI-Chef Wolfgang Peschorn nun auch bei allen geplanten
Beteiligungsverkäufen ein Wörtchen mitreden. Denn zwischen Bank und
Republik sei ausgemacht, dass Beteiligungen, die gerichtsanhängig
sind oder werden könnten, erst nach Vorliegen sämtlicher
Untersuchungsergebnisse verkauft werden dürfen. In der Klagenfurter
Hypo-Zentrale sieht man das, wie der "trend" berichtet, anders: Was
um wie viel verkauft werde, entscheide letztendlich der Bankvorstand.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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