• 24.08.2011, 20:39:26
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Die einzementierte soziale Ungleichheit (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 25. Aug. 2011

Klagenfurt (OTS) - Die Forderung kommt an sich nicht überraschend,
beweist aber einmal mehr, wie sehr nicht zuletzt Österreich
verteilungspolitisch auf der Stelle tritt: ÖGB-Chef Franz Foglar
verlangt einen Systemwechsel, neue Regeln für die Finanzwirtschaft,
eine Vermögenssteuer und hofft auf adäquate Löhne. Es dürfte ein
frommer Wunsch bleiben, wenn man sich die Entwicklung der vergangenen
Jahre betrachtet: Auf den Finanzmärkten tobt die ungebremste Gier,
von Beschränkungen ist man weit entfernt. Die Finanzwirtschaft dient
nicht der Realwirtschaft, sondern in erster Linie sich selbst. Eine
effiziente Vermögenssteuer zu verlangen, gilt nach wie vor als
verpönt. Und das, obwohl gerade der Verzicht auf solche Instrumente
gesellschaftliche Benachteiligung regelrecht einzementiert. Wie viele
Arbeitnehmer können schon einen Vermögensvorsprung durch das Entgelt
für ihre Leistung kompensieren? Alle diese Unverhältismäßigkeiten
bergen sozialen Sprengstoff. Es ist die Frage, wie lange man es sich
noch leisten kann, diese Systemfehler zu ignorieren.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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