OTS0189   24. Aug. 2011, 14:51

Bereits jeder 10. Gast kommt heute aus Zentral- und Osteuropa

Neben dem erfolgreichen Kerngeschäft Winter sieht ÖW auch großes Potenzial für den heimischen Sommertourismus


Der zentral- und osteuropäische Raum (CEE) hat
sich in den letzten Jahren zu einer der dynamischsten
Herkunftsregionen für den heimischen Tourismus entwickelt. "Ankünfte
aus CEE weisen eine überdurchschnittlich hohe Wachstumsrate auf. In
den letzten 15 Jahren wurden die Ankünfte aus diesen Ländern mehr als
verdreifacht. 1995 stammten 4% der ausländischen Gäste aus
CEE-Ländern, 2010 waren es bereits mehr als 10%", erklärte Dr. Petra
Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW) Der zentral-
und osteuropäische Raum (CEE) hat sich in den letzten Jahren zu einer
der dynamischsten Herkunftsregionen für den heimischen Tourismus
entwickelt. "Ankünfte aus CEE weisen eine überdurchschnittlich hohe
Wachstumsrate auf. In den letzten 15 Jahren wurden die Ankünfte aus
diesen Ländern mehr als verdreifacht. 1995 stammten 4% der
ausländischen Gäste aus CEE-Ländern, 2010 waren es bereits mehr als
10%", erklärte Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich
Werbung (ÖW), heute bei einem Pressegespräch in Wien.

Dass die Krise zeitversetzt aber doch auch im Tourismus ankommen
wird, ist Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung,
überzeugt. "Es gilt jetzt, wachsam zu sein und die richtigen
Marketingentscheidungen zu treffen", stellt sie fest. "Im
internationalen Tourismusmarketing konzentrieren wir uns jetzt auf
jene Märkte, die durch ihre Nähe zu unserem Land das größte Potenzial
haben. In weiter entfernten Märkten arbeiten wir mit ungebremster
Kraft weiter und können da und dort Marktanteile zurückgewinnen", so
Stolba weiter.

Laut Bericht des Tourismus-Expertenbeirats, der bei der
Tourismuskonferenz in Linz präsentiert wurde, wird der heimische
Tourismus auch in den nächsten Jahren von einem hohen Niveau aus
weiter wachsen. Der Wachstumskorridor wurde von den Experten mit
einem jährlichen Umsatzwachstum von 1,8 bis 2,5% beziffert. In
Nächtigungen bedeutet das eine Steigerung von 1%-2% p.a, das wären im
Jahr 2015 131 bis 138 Millionen Nächtigungen - bzw. bei den Ankünften
ein Plus von rund 2 bis 3% p.a. Allerdings sehen die Experten
deutliche Unterschiede im Wachstum der Ankünfte aus den verschiedenen
Regionen. Werden die traditionell starken Herkunftsmärkte in
Westeuropa um 1,7% - 2,6% p.a. wachsen, sind in den Fernmärkten 3,8%
- 5,0% p.a. und in Zentral- und Osteuropa sogar 6,5% - 8,3% p.a.
möglich. "Das heißt, das Wachstum in Zentral- und Osteuropa und in
den Fernmärkten ist für den heimischen Tourismus erfolgsentscheidend.
Die traditionellen Märkte müssen natürlich weiter bearbeitet werden,
aber wir müssen alle gemeinsam die Chancen der touristischen
Wachstumsmärkte nutzen", so Stolba.

Die Österreich Werbung verfolgt daher bei ihrer Marktbearbeitung
in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Stoßrichtungen. Geht
es in Westeuropa darum, Österreich als Urlaubsziel in den Köpfen zu
verankern und wo nötig einen Imagewandel herbeizuführen, heißt es in
den Fernmärkten das derzeitige Wachstum und die Dynamik zu nutzen.
"In Indien und China entsteht eine Mittelschicht, da müssen wir den
Fuß in der Tür haben. Daher haben wir vor kurzem auch speziell für
diese Märkte eine Internationalisierungsoffensive gestartet, die es
den österreichischen Anbietern zu sehr attraktiven Konditionen
ermöglicht, erste Schritte in diesen Märkten zu setzen oder eine
bereits bestehende Marktbearbeitung zu intensivieren", so Stolba.

Im CEE-Raum lautet die Devise: Wachstum und Dynamik nutzen und das
vorhandene Potenzial ausschöpfen. Angesichts der wirtschaftlichen
Eckdaten dieser Region lässt sich die Größe dieses Potenzials
abschätzen: 276,5 Mio. Einwohner und ein BIP von 4.215 Milliarden
USD. CEE wäre damit die viertgrößte Volkswirtschaft (zum Vergleich:
BIP AT: 332 Milliarden USD, BIP DE: 3.306 Milliarden USD). Die ÖW
setzt in dieser Region auf die Märkte Tschechische Republik, Polen,
Ungarn, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Kroatien sowie Russland und
Ukraine.

Allesamt Märkte, in denen in den vergangenen 20 Jahren nicht nur
massive politische, sondern auch gesellschaftliche Umbrüche
stattgefunden haben. Dieser Wandel hatte auch enorme Auswirkungen auf
das Reiseverhalten. Die potenziellen Österreich-Gäste sind nicht nur
zahlenmäßig, sondern auch qualitativ eine äußerst interessante
Zielgruppe, erläuterte Mag. Emanuel Lehner, Region Manager der ÖW für
Zentraleuropa und von 2004 bis 2010 Region Manager in Russland: "Wir
reden hier von sehr gut ausgebildeten Menschen, ein hoher Anteil an
Akademikerinnen, Angestellten und Selbstständigen, die
durchschnittlich um zehn Jahre jünger als die klassischen
Österreich-Urlauber sind. Urlaub genießt in dieser Zielgruppe einen
sehr hohen Stellenwert, Reise- und Entdeckungslust sind ungebrochen.
Besonders geschätzt wird die österreichische Gastfreundschaft und
Servicequalität."

Was die Reisegewohnheiten betrifft, so kommen etwa 2/3 der Gäste
im Winter und 1/3 im Sommer. "Österreich ist beim Winterurlaub
überall in CEE die Nummer 1. Eine Position, die es angesichts der
stark wachsenden Konkurrenz von Südtirol, aber auch eigenen
Schigebieten in Polen oder der Slowakei zu verteidigen gilt", so
Lehner. Generell setzt die ÖW in Zentraleuropa auf kreatives
Marketing und aufsehenerregende Events, um für Urlaub in Österreich
zu begeistern. So wurde zuletzt am Strand des polnischen Ostseebades
Sopot mit 60 jungen Skifahrern mitten im Sommer für einen
(österreichischen) Wintereinbruch gesorgt.

Gleichzeitig geht es aber auch darum, Gästen aus CEE den
Sommerurlaub schmackhaft zu machen und "Urlaub in Österreich" als
attraktive Sommerdestination zu positionieren. Denn hier liegt noch
viel Potenzial, wie beispielsweise die jüngste Länderstudien zur
Tschechischen Republik und Ungarn der ÖW-Tourismusforschung
bestätigt. "Derzeit kommen die tschechischen und ungarischen Gäste
vor allem im Winter, aber: das Volumen der Sommerurlauber ist in
beiden Ländern wesentlich größer als jenes der Winterurlauber", so
Lehner.

Die ÖW wird daher auch in den kommenden Jahren einen Fokus auf
diese Region legen. "Für 2012 planen wir erstmals eine
gemeinschaftliche Zentraleuropakampagne mit durchgängigem Konzept.
Parallel dazu kommt auch durch die ÖW-
Internationalisierungsoffensive 'Neuer Schwung' in die
zentraleuropäischen Märkte. Gemeinsam mit unseren Partnern, denen wir
als kompetenter Partner für die Marktbearbeitung zur Verfügung
stehen, werden wir alles daran setzen, aus diesen Urlaubern auch
Stammgäste zu machen", so Stolba abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0189 2011-08-24 14:51 241451 Aug 11 TPK0002 0942



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Tel.: +43 (0)1 588 66-299
ulrike.rauch-keschmann@austria.info
http://www.austriatourism.com

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