• 16.08.2011, 14:23:53
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Krankenkassen: Konsolidierungskurs und Einmaleffekte werden auch heuer zu einem positiven Jahresergebnis führen

Der Schuldenberg einiger Kassen liegt aber noch immer bei über 500 Millionen Euro

Wien (OTS) - Der im Vorjahr eingeschlagene und von der
Bundesregierung geforderte Weg zur finanziellen Konsolidierung der
Krankenversicherungsträger wird in der Bilanz des Jahres 2011 seinen
Niederschlag finden. Nach der nun vorliegenden August-Prognose
werden die Krankenkassen bei einem Gesamtbudget von rund 15
Milliarden Euro im heurigen Jahr einen Gesamt-Überschuss von
voraussichtlich 104 Millionen Euro erzielen. Darin berücksichtigt
sind die seitens der Bundesregierung zur Verfügung gestellten 40
Millionen Euro aus dem Kassen-Strukturfonds sowie die Auswirkungen
der mit dem Hauptverband vereinbarten Finanzziele. Mit Ausnahme von
drei Kassen rechnen alle anderen Krankenversicherungsträger heuer mit
einem positiven Jahresabschluss. "Der finanzielle Konsolidierungskurs
der Krankenversicherungsträger hat sich in den vergangenenen beiden
Jahren zwar deutlich besser entwickelt als ursprünglich erwartet, ein
Anlass zur Euphorie besteht allerdings angesichts des noch immer
hohen Schuldenberges einiger Krankenkassen von zusammen über 500
Millionen Euro nicht", kommentiert der Vorsitzende des
Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, die heute, Dienstag,
veröffentlichte Budgetprognose für 2011.
Ausschlaggebend dafür sind neben der konsequenten Befolgung des
Konsolidierungszieles - so sind im vergangenen Jahr etwa die Ausgaben
für Medikamente durch die konsequente Preispolitik des Hauptverbandes
mit der Pharmawirtschaft nur um 0,9 Prozent gestiegen - auch die
wider Erwarten gestiegenen Beitragseinnahmen. Nach 2,4 Prozent im
Vorjahr rechnen die Krankenkassen heuer mit einem Anstieg der
Beitragseinnahmen von 2,8 Prozent. Schelling: "Geht es der Wirtschaft
gut und sinkt die Arbeitslosigkeit, profitiert davon auch die
Sozialversicherung durch steigende Beitragseinnahmen".
Schelling warnt allerdings davor, den - angesichts der tendenziell
besser werdenden Finanzergebnisse - eingeleiteten Konsolidierungskurs
abzuschwächen oder gar zu verlassen. Schelling. "Erstens müssen wir
heuer feststellen, dass die Ausgaben für Medikamente wieder etwas
höher wachsen als im Vorjahr - im 1. Halbjahr 2011 gegenüber dem 1.
Halbjahr 2010 um 2,5 Prozent (nur öffentliche Apotheken, ohne
Hausapotheken) - und zweitens ist das positive Ergebnis des
vergangenen Jahres auch durch Einmaleffekte seitens der
Bundesregierung (Entschuldung, Kassenstrukturfonds) zustande
gekommen".

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die
Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der
solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
http://www.sozialversicherung.at

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