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Krankenkassen: Konsolidierungskurs und Einmaleffekte werden auch heuer zu einem positiven Jahresergebnis führen

Der Schuldenberg einiger Kassen liegt aber noch immer bei über 500 Millionen Euro

Wien (OTS) - Der im Vorjahr eingeschlagene und von der
Bundesregierung geforderte Weg zur finanziellen Konsolidierung der Krankenversicherungsträger wird in der Bilanz des Jahres 2011 seinen Niederschlag finden. Nach der nun vorliegenden August-Prognose werden die Krankenkassen bei einem Gesamtbudget von rund 15 Milliarden Euro im heurigen Jahr einen Gesamt-Überschuss von voraussichtlich 104 Millionen Euro erzielen. Darin berücksichtigt sind die seitens der Bundesregierung zur Verfügung gestellten 40 Millionen Euro aus dem Kassen-Strukturfonds sowie die Auswirkungen der mit dem Hauptverband vereinbarten Finanzziele. Mit Ausnahme von drei Kassen rechnen alle anderen Krankenversicherungsträger heuer mit einem positiven Jahresabschluss. "Der finanzielle Konsolidierungskurs der Krankenversicherungsträger hat sich in den vergangenenen beiden Jahren zwar deutlich besser entwickelt als ursprünglich erwartet, ein Anlass zur Euphorie besteht allerdings angesichts des noch immer hohen Schuldenberges einiger Krankenkassen von zusammen über 500 Millionen Euro nicht", kommentiert der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, die heute, Dienstag, veröffentlichte Budgetprognose für 2011.
Ausschlaggebend dafür sind neben der konsequenten Befolgung des Konsolidierungszieles - so sind im vergangenen Jahr etwa die Ausgaben für Medikamente durch die konsequente Preispolitik des Hauptverbandes mit der Pharmawirtschaft nur um 0,9 Prozent gestiegen - auch die wider Erwarten gestiegenen Beitragseinnahmen. Nach 2,4 Prozent im Vorjahr rechnen die Krankenkassen heuer mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen von 2,8 Prozent. Schelling: "Geht es der Wirtschaft gut und sinkt die Arbeitslosigkeit, profitiert davon auch die Sozialversicherung durch steigende Beitragseinnahmen".
Schelling warnt allerdings davor, den - angesichts der tendenziell besser werdenden Finanzergebnisse - eingeleiteten Konsolidierungskurs abzuschwächen oder gar zu verlassen. Schelling. "Erstens müssen wir heuer feststellen, dass die Ausgaben für Medikamente wieder etwas höher wachsen als im Vorjahr - im 1. Halbjahr 2011 gegenüber dem 1. Halbjahr 2010 um 2,5 Prozent (nur öffentliche Apotheken, ohne Hausapotheken) - und zweitens ist das positive Ergebnis des vergangenen Jahres auch durch Einmaleffekte seitens der Bundesregierung (Entschuldung, Kassenstrukturfonds) zustande gekommen".

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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