• 11.08.2011, 13:52:19
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Bures: Mehr Verkehrssicherheit für Motorradfahrer

Verkehrsministerin präsentiert Maßnahmenpaket - "Motorradsicherheitsmillion" für Bundesländer

Wien (OTS/SK) - Die Zahl der Opfer von Motorradunfällen ist im
ersten Halbjahr 2011 erstmals wieder gestiegen. Verkehrsministerin
Doris Bures lud heute, Donnerstag, Experten (darunter Vertreter von
Kuratorium für Verkehrssicherheit, ARBÖ, ÖAMTC, AK, WKO, Red Bikern
und Arge 2Rad) zu einem Round-Table-Gespräch, um gemeinsam mögliche
Ursachen und Lösungsansätze zu diskutieren. Ergebnis der
konstruktiven Gespräche: Es wird verstärkt in Grundlagenarbeit,
Bewusstseinsbildung und verkehrstechnische Maßnahmen investiert.
"Unser Ziel ist es, trotz der zunehmenden Zahl zugelassener
Zweiräder, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2020 um die Hälfte zu
reduzieren", so Bures bei der anschließenden Presekonferenz.****

Im Bereich der Verkehrssicherheit sei insgesamt eine "sehr positive
Entwicklung" zu verzeichnen, betonte Bures, die das vor allem auf die
greifenden Verkehrssicherheitpakete der letzten Jahre zurückführt.
Auch im Bereich der Motorradunfälle waren die Zahlen der letzten
Jahre stark rückläufig. Heuer stieg die Zahl erstmals wieder. "Die
Zunahme steht dem Trend der letzten Jahre entgegen. Da müssen wir uns
fragen: Woran liegt das? Und welche Maßnahmen können wir setzen?",
betonte Bures.

Zur Ausgangslage erklärte die Verkhersministerin: Viele Maßnahmen für
mehr Motorradsicherheit wurden bereits umgesetzt oder auf den Weg
gebracht, etwa die neue Motorradausbildung mit Schwerpunkt auf dem
Erlernen der richtigen Bremstechnik, eine verbesserte
Mehrphasenausbildung beim neuen Motorradführerschein oder die
Bewusstseinskampagne "Sicherster Motorradfahrer", die auch 2012
fortgesetzt wird. Die Verkehrsministerin spricht sich auch dafür aus,
die verpflichtende Ausstattung von Motorrädern mit ABS-Systemen, die
von der EU für 2017 vorgeschrieben ist, vorzuziehen.

In den nächsten Monaten soll außerdem eine Informationsoffensive
gestartet und eine Broschüre zu "Mehr Sicherheit beim Motorradfahren"
mit Informationen und Tipps erarbeitet werden, die dann auch im
Fachhandel aufliegt. "Jeder, der sich ein Motorrad kauft, bekommt
eine praktische Anleitung, wie man sicher unterwegs ist, gleich mit",
so Bures.

Ein weiterer wichtiger Faktor sei eine sichere Infrastruktur -
insbesondere der Landesstraßen, wo die meisten Umfälle passieren. Die
Landeshauptleute wurden bereits Anfang des Jahres ersucht, die
Unfallhäufungsstellen zu evaluieren, um die Gefahrenquellen zu
entschärfen. "Eine sehr wirkungsvolle Maßnahme, um die Unfallfolgen
zu mindern, ist die Anbringung eines sogenannten Unterfahrschutzes
bei Leitplanken", so Bures. Der Verletzungsgrad könne laut Experten
damit um 30 Prozent verringert werden. Zur Verbesserung ihrer
Infrastruktur wird den Ländern mit einer
"Motorradsicherheitsmillion", die als Anstoßfinanzierung dient, unter
die Arme gegriffen. "Durch die Mitfinanzierung der Länder in gleicher
Höhe stehen damit zwei Mio. Euro für gezielte Sicherheitsausbauten
zur Verfügung", erläutert Bures.

Außerdem soll die Grundlagenarbeit verstärkt werden. Das Projekt
"Naturalistic Riding", das für den Autoverkehr bereits erfolgreich
eingesetzt wird, soll erstmals für Motorradfahrer adaptiert werden.
Über Sensoren und Kameras wird das Fahrverhalten von freiwilligen
Teilnehmern beobachtet und analysiert, um daraus Rückschlüsse zur
Vermeidung von Unfallrisiken zu ziehen. "Ich glaube, wir sind im
Bereich der Verkehrssicherheit gut unterwegs. Das ist auch ein
Ergebnis der guten Zusammenarbeit", sagte Bures und bedankte sich bei
allen Teilnehmern des Round-Tables. (Schluss) sc/bj/ele

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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