Maisbeizmittel tötet Millionen Bienen und gefährdet Kinder: GLOBAL 2000 fordert Verbot

Giftige Pestizide nun bereits in österreichischem Trinkwasser gefunden

Wien (OTS) - Wie letzte Woche bekannt wurde, ist nun im
Grundwasser von Korneuburg giftiges Maisbeizmittel (Thiamethoxam) entdeckt worden. Die betroffenen Brunnen wurden für die Trinkwasserentnahme gesperrt. In manchen Brunnen wurden die Grenzwerte um das Achtzigfache überschritten. GLOBAL fordert seit langem ein Verbot der giftigen Maisbeizmittel - leider erfolglos. "Nun ist der Zeitpunkt für Umweltminister Nikolaus Berlakovich endgültig gekommen, nicht nur die Fauna, insbesondere Bienen, sondern auch Kinder sind gefährdet", erklärt Werner Müller, Pestizidexperte von GLOBAL 2000. Den Korneuburgern wurde vom Befüllen von Kinderschwimmbecken mit dem belasteten Wasser abgeraten.

Für Kinder gefährlich, für Bienen tödlich

Eine neue Studie zeigt, wie diese Pestizide das Nervensystem der Bienen nachhaltig schädigen und somit zum Bienensterben beitragen. Zudem wird die hohe Wasserlöslichkeit dieser Pestizide problematisiert. In den Niederlanden steht die Maisbeize durch die Verunreinigung von Bächen und Flüssen als Auslöser eines massiven Vogelsterbens in Verdacht. "Aus Spanien sind uns Ergebnisse bekannt, wonach viele Pestizide der Gruppe der Neonicotinoide selbst in Kläranlagen kaum abgebaut werden", berichtet Werner Müller. Führende Toxikologen sind sich einig, dass die hohe Giftigkeit, die hohe Wasserlöslichkeit und die geringe Abbaurate in den betroffenen Gebieten zu einer Umweltkatastrophe führen werden.

In Deutschland, Slowenien und Italien bereits verboten

"Minister Berlakovich sieht Bienen wohl nicht als schützenswert an, sonst hätte er schon vor langer Zeit reagiert und die Maisbeize verboten, wie dies in Deutschland, Slowenien und Italien bereits der Fall ist", betont Werner Müller. Für GLOBAL 2000 liegt der Verdacht nahe, dass sehr viel Geld seitens der Chemischen Industrie dahintersteckt. Dies drängte sich GLOBAL 2000 bereits vor mehreren Monaten auf: Die direkt dem Minister unterstellte Überwachungsbehörde für Pestizide (AGES) übernimmt "Empfehlungen" von Bayer und Syngenta in Wort und Bild.

"Wir vermuten, dass da Geldflüsse dahinterstecken. Anders kann ich mir das Schweigen des Ministers langsam nicht mehr erklären", sagt Müller: "Denn mit einer einzigen Unterschrift könnte Berlakovich dem Bienensterben und der Gefährdung der Kinder ein Ende bereiten. GLOBAL 2000 fordert Berlakovich auf, endlich zu handeln."

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