• 08.08.2011, 09:19:12
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Maisbeizmittel tötet Millionen Bienen und gefährdet Kinder: GLOBAL 2000 fordert Verbot

Giftige Pestizide nun bereits in österreichischem Trinkwasser gefunden

Wien (OTS) - Wie letzte Woche bekannt wurde, ist nun im
Grundwasser von Korneuburg giftiges Maisbeizmittel (Thiamethoxam)
entdeckt worden. Die betroffenen Brunnen wurden für die
Trinkwasserentnahme gesperrt. In manchen Brunnen wurden die
Grenzwerte um das Achtzigfache überschritten. GLOBAL fordert seit
langem ein Verbot der giftigen Maisbeizmittel - leider erfolglos.
"Nun ist der Zeitpunkt für Umweltminister Nikolaus Berlakovich
endgültig gekommen, nicht nur die Fauna, insbesondere Bienen, sondern
auch Kinder sind gefährdet", erklärt Werner Müller, Pestizidexperte
von GLOBAL 2000. Den Korneuburgern wurde vom Befüllen von
Kinderschwimmbecken mit dem belasteten Wasser abgeraten.

Für Kinder gefährlich, für Bienen tödlich

Eine neue Studie zeigt, wie diese Pestizide das Nervensystem der
Bienen nachhaltig schädigen und somit zum Bienensterben beitragen.
Zudem wird die hohe Wasserlöslichkeit dieser Pestizide
problematisiert. In den Niederlanden steht die Maisbeize durch die
Verunreinigung von Bächen und Flüssen als Auslöser eines massiven
Vogelsterbens in Verdacht. "Aus Spanien sind uns Ergebnisse bekannt,
wonach viele Pestizide der Gruppe der Neonicotinoide selbst in
Kläranlagen kaum abgebaut werden", berichtet Werner Müller. Führende
Toxikologen sind sich einig, dass die hohe Giftigkeit, die hohe
Wasserlöslichkeit und die geringe Abbaurate in den betroffenen
Gebieten zu einer Umweltkatastrophe führen werden.

In Deutschland, Slowenien und Italien bereits verboten

"Minister Berlakovich sieht Bienen wohl nicht als schützenswert an,
sonst hätte er schon vor langer Zeit reagiert und die Maisbeize
verboten, wie dies in Deutschland, Slowenien und Italien bereits der
Fall ist", betont Werner Müller. Für GLOBAL 2000 liegt der Verdacht
nahe, dass sehr viel Geld seitens der Chemischen Industrie
dahintersteckt. Dies drängte sich GLOBAL 2000 bereits vor mehreren
Monaten auf: Die direkt dem Minister unterstellte Überwachungsbehörde
für Pestizide (AGES) übernimmt "Empfehlungen" von Bayer und Syngenta
in Wort und Bild.

"Wir vermuten, dass da Geldflüsse dahinterstecken. Anders kann ich
mir das Schweigen des Ministers langsam nicht mehr erklären", sagt
Müller: "Denn mit einer einzigen Unterschrift könnte Berlakovich dem
Bienensterben und der Gefährdung der Kinder ein Ende bereiten. GLOBAL
2000 fordert Berlakovich auf, endlich zu handeln."

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Nunu Kaller
Tel.: +43 699 1 42000 20
mailto:[email protected]
www.global2000.at

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