- 04.08.2011, 11:01:59
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AKNÖ-Tipps: So klappt es mit der Nachhilfe
Nachhilfe im Sommer kostet den nö. Eltern 350 Euro
Wien (OTS) - Sommerzeit ist Ferienzeit. Leider nicht für alle,
denn während viele SchülerInnen noch ihre Ferien genießen, beginnt
jetzt für mehr als 7000 SchülerInnen in Niederösterreich der Endspurt
für die Vorbereitungen zu den Nachprüfungen. Das geht meistens nicht
ohne teure Nachhilfe. Durchschnittlich geben niederösterreichische
Eltern in den Sommerferien 350 Euro für die Nachhilfe ihrer Kinder
aus. Vor allem in den Oberstufen ist der Bedarf an
Nachhilfeunterricht so hoch wie nie, berichtet die AKNÖ.
"Die private Nachhilfe boomt", weiß AKNÖ-Bildungsexperte Stefan
Schober. Beachtliche 24 Millionen Euro geben die Eltern in
Niederösterreich jährlich dafür aus. Alleine in den Sommermonaten
wandern durchschnittlich 350 Euro von den niederösterreichischen
Familien in die Kassen privater oder professioneller
Nachhilfeanbieter. "Nachhilfe gehört für viele bereits zur
Schulkarriere dazu. Viele brauchen während des gesamten Schuljahres
außerschulische Unterstützung. Durch Nachprüfungen im Herbst bzw. für
Sprachferien oder Lerncamps greifen viele Eltern im Sommer noch
zusätzlich tief in die Tasche", berichtet Stefan Schober.
Die AKNÖ verlangt daher verstärkte individuelle Förderung und ein
flächendeckendes Netz an ganztägigen Schulformen, damit die
SchülerInnen ihre Lernziele erreichen können. Die Einführung der
modularen Oberstufe mit Lerncoaches wird von der AKNÖ begrüßt. "Es
darf nicht sein, dass die Eltern für die Schwächen im Bildungssystem
teuer zahlen müssen, indem sie für ihre Kinder auf außerschulische
Nachhilfe angewiesen sind", so Schober.
AKNÖ-Tipps, damit die Nachhilfe klappt
Fragen Sie Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit
NachhilfelehrerInnen. Erkundigen Sie sich jedenfalls nach deren
pädagogischen und fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen.
Privatpersonen haben in der Regel eine geringere Verbindlichkeit
gegenüber dem Kunden als Institute.
Informieren Sie sich bei Nachhilfe-Instituten, ob es eine
Bindungsfrist gibt. Einige Institute bieten nur dann günstige Preise
an, wenn Sie sich ein oder zwei Jahre binden. Überlegen Sie, ob Ihr
Kind wirklich so lange Nachhilfe benötigt.
Verhandeln Sie mit dem Lerninstitut oder dem Lehrer über den Preis,
wenn sie auf jeden Cent schauen müssen.
Kurse mit einer größeren Anzahl an Unterrichtseinheiten sind meist
günstiger. Preisvergleiche lohnen sich, da es auch gute Angebote mit
wenigen Unterrichtseinheiten gibt.
Achten Sie beim Preisvergleich auf die Dauer der
Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit hat nicht immer 60
Minuten.
Fragen Sie beim Gruppenunterricht nach der Anzahl der SchülerInnen in
der Gruppe. Je weniger SchülerInnen pro Gruppe, desto besser ist
meist der Lernerfolg. Ermitteln Sie auch das Alter der SchülerInnen
in der Gruppe. Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn das Alter
oder die Lernstufe zu unterschiedlich sind.
Vereinbaren Sie einzelne Probestunden, bevor Sie ihr Kind längere
Zeit in einen Kurs geben. Nur wenn sich das Kind wohl fühlt, sind
gute Ergebnisse zu erwarten. Manche Institute bieten
Gratis-Probestunden an.
Informieren Sie sich über die Lernumgebung in Nachhilfeinstituten. In
einer lernfreundlichen Atmosphäre in der sich der Schüler/die
Schülerin wohl fühlt, können bessere Ergebnisse erzielt werden.
Erkundigen Sie sich, ob das Institut Lernunterlagen anbietet. Fragen
Sie auf alle Fälle nach, ob die Kosten dafür bereits im Preis
enthalten sind.
Details zur aktuellen Nachhilfestudie der AKNÖ finden Sie hier:
noe.arbeiterkammer.at/bildung
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Bildungsexperte Stefan Schober
01/58883 - DW 1884
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