Spiel der freien Kräfte mit enger Bindung (von Markus Kaufmann)
Ausgabe 4. Aug. 2011
Klagenfurt (OTS) - Die Karten in der Kärntner Politiklandschaft
werden neu gemischt. ÖVP-Chef Josef Martinz hat nach dem Urteil gegen
FPK-Obmann Uwe Scheuch die Koalition auf Eis gelegt und will das
Budget für das Jahr 2012 nicht mehr endverhandeln. Es gelte nun das
Spiel der freien Kräfte, meinte Martinz. Doch was bedeutet das
eigentlich? Ist etwa eine Kooperation mit der SPÖ oder gar den Grünen
möglich? Das ist eher unwahrscheinlich. Die Koalition steht zwar ganz
knapp am Abgrund, aber an der Zusammenarbeit von Blau und Schwarz
wird sich wohl nicht viel ändern. Sie brauchen einander im Landtag
und werden dort mit Sicherheit auch weiter zusammenarbeiten. Zwar
wird es mehr Geplänkel zwischen den beiden Ex-Partnern geben, doch an
der Linie werden beide festhalten. Wohl auch, weil Martinz weiß, dass
er im Falle einer Neuwahl schlechte Chancen auf eine weitere
Kandidatur hat.














