• 07.07.2011, 10:19:22
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ÖH: Qualitätssicherungsgesetz erfüllt nicht einmal qualitative Mindeststandards

Nach 2 Jahren herumdoktern wurde Reform in den Sand gesetzt

Wien (OTS) - Das gestern im Nationalrat beschlossene
Qualitätssicherungsgesetz und Fachhochschulstudiengesetz sind aus
Sicht der ÖH ein schlechter Witz. "Die Gesetze zeichnen sich
lediglich durch ein Fortschreiben von den teilweise katastrophalen
Zuständen auf den Fachhochschulen aus. Nach 2-jährigem Herumdoktern
wurde die Reform des Fachhochschulsektors in den Sand gesetzt - mit
Qualität haben diese Gesetze jedenfalls nichts zu tun", ärgert sich
Peter Grabuschnig, ÖH-Generalsekretär.

"Die Regierung setzt weiterhin auf sozial selektiv wirkende
Studiengebühren und versucht darüber hinaus ausländische Studierende
mit der Möglichkeit von Studiengebühren von bis zu 10000 Euro von den
Fachhochschulen fernzuhalten", so Janine Wulz vom ÖH-Vorsitzteam.
"Dass das Festlegen von ausreichenden studienrechtlichen
Mindeststandards verabsäumt wurde, ist völlig unverständlich - hier
hätte man nur entsprechende Bestimmungen aus dem Universitätsgesetz
abschreiben müssen", so Wulz weiter.

"Die neue Qualitätssicherungsagentur, die eine Mischung aus Behörde
und Profitorganisation ist, geht völlig an ihrem Aufgabengebiet
vorbei - dringend notwendig wäre eine konsistente
Organisationsstruktur für eine neue gemeinsame Agentur für alle
Hochschulsektoren", so Martin Schott vom ÖH-Vorsitzteam. "Die ÖH wird
durch das neue Gesetz aus den Gremien hinausgedrängt, obwohl
Studierende der größte und damit ein sehr wichtiger Teil der
Hochschulen sind", so Schott weiter.

"Möglichkeiten der Mitbestimmung wurden nicht geschaffen, denn die
Kollegialorgane hängen am Gängelband der wirtschaftlichen Leitung der
privatrechtlich organisierten Fachhochschulen. Damit wurde die
Stärkung der akademischen Autonomie verabsäumt. Dass die Regierung
eine Qualitätssicherungsagentur einrichtet ohne zu diskutieren, was
Qualität überhaupt sein soll, ist symptomatisch für die Planlosigkeit
der Regierung im tertiären Sektor", so das Vorsitzteam abschließend
unisono.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Pia Kranawetter, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at

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