OTS0068   30. Juni 2011, 09:45

Zeitschrift "Die Aula" verhöhnt Holocaustüberlebende Ruth Klüger und verharmlost den nationalsozialistischen Völkermord

Israelitische Kultusgemeinde erstattet Anzeige bei der Staatsanwaltschaft


In der aktuellen Ausgabe der einschlägigen
Zeitschrift "Die Aula" werden KZ-Überlebende als Kriminelle und nach
ihrer Befreiung als Landplage bezeichnet. Die Literatin Ruth Klüger,
die für die Holocaustüberlebenden am Gedenktag gegen Rassismus im
Parlament sprach, wird auf verabscheuungswürdige Weise verhöhnt. Der
Autor zitiert ein Gedicht der berühmten Schriftstellerin, welches von
den Geschehnissen im Konzentrationslager Auschwitz, insbesondere von
den dortigen Krematorien handelt, bezichtigt sie der Lüge und
verharmlost das Schicksal der Literatin. Mittels angeführter
zweifelhafter Beweise wird die Existenz von Krematorien geleugnet und
Zeitzeugen, die davon berichteten, mehrfach unterstellt, nicht die
Wahrheit gesagt zu haben. Der Autor geht schließlich soweit, das
Schicksal von Anne Frank dahingehend zu verharmlosen, als sie
lediglich als das Opfer einer Typhus-Epidemie dargestellt wird.

Die Israelitische Kultusgemeinde sieht in diesen Äußerungen einen
eindeutigen Verstoß gegen das Verbotsgesetz und hat Anzeige bei der
Staatsanwaltschaft erstattet. Abgesehen von rechtlichen Schritten
appelliert die IKG an alle politischen, zivilen und behördlichen
Kräfte in Österreich gegen diese Form der Wiederbetätigung
aufzutreten.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0068 2011-06-30 09:45 300945 Jun 11 IKG0001 0190



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Tel: 01 53104-105

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