- 15.06.2011, 17:15:32
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H.P. Martin: Chinas Hallstadt-Kopie wird zu EU-Thema
Brüssel (OTS) - Hochrangige Mitglieder des Chinesischen
Volkskongresses sicher Prüfung zu / Exemplarischer Fall für Probleme
bei Nachahmerprodukten - von Filmen bis zu High-Tech-Produkten /
Gefahren und Chancen für Österreich
Der geplante, detailgetreue Nachbau des österreichischen
Weltkulturerbe-Ortes Hallstadt (inklusive See) in der chinesischen
Provinz Guangdong wurde heute bereits im EU-Parlament bei der
regulären Sitzung mit hochrangigen Vertretern des Chinesischen
Volkskongresses zum Thema.
Der unabhängige österreichische EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin,
langjähriges Mitglied der China-Delegation des EU-Parlaments,
verteilte Abbildungen der Nachbaupläne, die bei den chinesischen
Delegationsteilnehmern zu einem wissenden Schmunzeln, aber auch zur
Zusicherung einer Prüfung führten.
Martin dazu: "Hallstadt wird gerade zu einem Modellfall. Wenn
chinesische Investoren europäisches Kulturgut kopieren, so müssen wir
darum kämpfen, dass dies auf einer fairen Grundlage geschieht. Das
Original muss davon profitieren können, nicht nur die Kopie.
Der beabsichtigte Hallstadt-Nachbau verleiht den grundsätzlichen
Fragen von Nachahmerprodukten in China neue Brisanz. Europäische
Unternehmen klagen seit langem über sehr einseitige Verhältnisse.
Für das Tourismusland Österreich entstehen so neue Gefahren. Die
Chance besteht aber dann, wenn es den Hallstädtern beispielhaft
gelingt, in China vor Ort ihre Interessen durchzusetzen."
Wu Xiahou, Mitglied des Rechtsaussschusses des Chinesischen
Volkskongresses sicherte zu: "Sobald wir nach China zurück kehren,
werden wir das prüfen." Auch der Vorsitzende der China-Delegation,
Zha Peixin, selbst ein hochrangiges Mitglied des chinesischen
Volkskongresses und dort Vize-Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss,
versprach eine umgehende Reaktion.
Rückfragehinweis:
Büro Dr. Martin
Tel.: 0043-664-201 80 37
mailto:[email protected]
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