• 17.05.2011, 12:56:27
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Aubauer zu Frauengesundheitsbericht: Pflegende Angehörige jetzt entlasten!

Frauen-Gesundheitsbericht zeigt starke Belastung pflegender Angehöriger auf!

Wien (OTS) - "Wie der aktuelle Frauen-Gesundheitsbericht aufzeigt,
sind pflegende Angehörige besonderen Belastungen ihrer Gesundheit
ausgeliefert. Daher liegt unser Arbeitsauftrag klar auf der Hand: Wir
müssen pflegende Angehörige dringend entlasten - denn ohne ihre
aufopfernde Arbeit wäre Pflege in Österreich schon lange nicht mehr
finanzierbar", erklärt Mag. Gertrude Aubauer,
Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und
ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat im heutigen Plenum des
Nationalrates.

Aubauer zu den konkreten Maßnahmen:

"Wir brauchen gesundheitsfördernde Maßnahmen für pflegende
Angehörige und mehr Beratung und unterstützende Schulungen. Wir
müssen das Angebot an Kurzzeit-Pflege, Tagesbetreuung und flexible
Ersatzbetreuung an Wochenenden und Abenden massiv ausbauen. Wir
müssen pflegende Angehörige noch besser finanziell absichern - sowohl
sozialversicherungsrechtlich als auch durch die jährliche
Teuerungsabgeltung beim Pflegegeld. Wir müssen den barriefreien Umbau
der Wohnungen dringend unter Verwendung von Wohnbauförderungsgeldern
fördern! Und es muss uns dringend gelingen, auch Männer stärker für
die häusliche Pflege ihrer Angehörigen zu begeistern. Schließlich
steigt die Erwerbsquote der Frauen weiter an und es steht nirgends
geschrieben, dass diese anstrengende Aufgabe für immer und ewig nur
den Frauen vorbehalten bleiben muss!"

Urlaub von der Pflege erleichtern!

"Besonders wichtig ist uns auch die Möglichkeit, von seiner
Pflegeverpflichtung einmal Urlaub nehmen zu können. Zwar gibt es dazu
bereits finanzielle Fördermöglichkeiten, doch erfolgen diese immer
erst im Nachhinein und verursachen diese großen bürokratischen
Aufwand, weswegen die für Urlaub von der Pflege zur Verfügung
gestellten Geldmittel regelmäßig nicht voll ausgeschöpft werden. Hier
brauchen wir ein vereinfachtes Verfahren - und zwar im Vorhinein -
und aktive Beratungsangebote an die pflegenden Angehörigen", so
Aubauer weiter.

"Zusätzlich sollten wir sicherstellen, dass durch mobile
Hilfsangebote zumindest ein pflegefreier Tag pro Monat für die
pflegenden Angehörigen kostenfrei möglich wird. Denn wer niemals
Pausen macht, kann die herausfordernde Arbeit der Pflege von
Angehörigen auf Dauer nicht schaffen. Außerdem muss es uns gelingen,
auch Männer für die Pflege & Betreuung zu Hause zu gewinnen. Immer
mehr Frauen sind berufstätig und es steht nirgendwo geschrieben, dass
diese schwierige Aufgabe für immer und ewig den Frauen alleine
vorbehalten bleiben muss", so Aubauer abschließend.

Einige Fakten aus dem Frauen-Gesundheitsbericht:

Laut dem aktuellen Frauen-Gesundheitsbericht leisten Frauen über
80% der Betreuung und Pflege von Familienmitgliedern, zumeist der
Eltern. Dabei gilt, dass mit zunehmender Pflegestufe die
Erwerbstätigkeit der pflegenden Angehörigen immer schwieriger zu
realisieren ist. Und diese Frauen versorgen zugleich ihre
Kernfamilien, das heißt sie stehen vor einer großen Mehrbelastung.
Dies führt dazu, dass pflegende Angehörige häufiger krank werden, als
die Durchschnittsbevölkerung, wobei sie am häufigsten unter Schmerzen
des Stützapparates, psychischer Belastung und Überforderung leiden.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82; [email protected]; www.seniorenbund.at

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