• 06.05.2011, 12:00:03
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Pharmig-Generalversammlung: Pharmawirtschaft ist leistungsfähige Partnerin im Gesundheitswesen

Wien (OTS) - Die Pharmig präsentierte auf der heutigen
Generalversammlung in Wien neben einem neuen äußeren Erscheinungsbild
die Summe jener Aktivitäten, die die Pharmawirtschaft zu einer
leistungsfähigen Partnerin bei der Sicherung der Finanzierung des
Gesundheitswesens in Österreich machen. Bundesminister Stöger sprach
Grußworte. Nils Behrndt, stv. Kabinettchef des EU-Kommissars John
Dalli, hielt die Keynote Speech.

Präsident Dr. Robin Rumler zog auf der Generalversammlung eine
Bilanz des ersten Jahres des Pharmig-Vorstandsteams 2010-2013 und
stellte die Eckpfeiler sowie die Umsetzung des strategischen
Schwerpunkts Kommunikation vor. "Damit machen wir unsere Leistungen
transparent. Wir wollen zeigen, dass wir einen substantiellen Beitrag
zur Sicherung des Gesundheitswesens in Österreich leisten", betonte
Rumler bei der Präsentation der neuen Kommunikationstools der
Pharmig. Neben der Entwicklung einer neuen Werbelinie ("Die beste
Medizin") sowie eines Messestandes ("Pharma Erleben") wurde auch die
Homepage www.pharmig.at relauncht, die mit dem heutigen Tag online
ging. Dieser Schwerpunkt sei, so der Präsident, in der Pharmig
zusätzlich zu den ohnehin erhöhten Aktivitäten - bedingt zu durch die
Folgen der Wirtschaftskrise - entwickelt und umgesetzt worden.

Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, betonte die
kontinuierliche Bereitschaft der Pharmawirtschaft als verlässliche
und leistungsfähige Partnerin an langfristigen Perspektiven und
Strategien zur Erhaltung des an sich gut etablierten
Gesundheitswesens in Österreich konstruktiv mitzuarbeiten. "Damit
Menschen Vertrauen in die Gesundheitspolitik in Österreich haben und
ihrerseits die ihnen zustehenden Leistungen mit Respekt in Anspruch
nehmen können, braucht es gemeinsame Lösungen von Politik, Industrie
sowie allen anderen Playern im Gesundheitswesen", sagte Huber.

In seinen Grußworten betonte Bundesminister Alois Stöger, dass die
pharmazeutische Industrie einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der
Patientinnen und Patienten leiste und mit hoch qualifizierten
Arbeitsplätzen die Forschung und Entwicklung in Österreich sichere.
"Ein Gesundheitssystem ohne Medikamente ist nicht vorstellbar. Ich
bin davon überzeugt, dass die Pharmaindustrie auch in Zukunft ihre
Verantwortung für das österreichische Gesundheitssystem wahrnehmen
und zur Leistungsfähigkeit der Kassen beitragen wird. Dies hat sich
bereits deutlich bei dem von mir eingeleiteten Prozess zur
nachhaltigen Absicherung der Krankenkassen gezeigt", sagte
Bundesminister Stöger.

Dr. Nils Behrndt, stv. Kabinettchef des EU-Kommissars John Dalli,
präsentierte die Vorhaben und Schwerpunkte der EU-Kommission im
Gesundheitsbereich bis 2013. Diese sind den drei Hauptprioritäten
Innovation, Prävention und Sicherheit gewidmet. Ziel sei dabei, dass
alle EU-Bürger bis 2020 zwei zusätzliche gesunde Lebensjahre
gewinnen. Zur Richtlinie Patienteninformation kündigte Behrndt an,
dass in den nächsten Wochen auf Basis der vom EU-Parlament
beschlossenen Änderungen ein neuer Richtlinienvorschlag publiziert
werden wird. Dieser beinhalte auch eine klare Regelung zur
öffentlichen Information über rezeptpflichtige Medikamente vor allem
im Online-Bereich und in Broschüren: Für die Pharmaindustrie bestehe
dann eine Verpflichtung zur Veröffentlichung der behördlich
zugelassenen Informationen. Patienten können sich somit erstmals
seriöse Informationen direkt von der Industrie holen. Zur
Durchführung der EU-Richtlinie über Arzneimittelfälschungen ist die
EU-Kommission ermächtigt, sogenannte "delegierte Rechtsakte" zu
erlassen. Besonderes Augenmerk gilt in diesem Zusammenhang der
Vorbereitung einer solchen Norm zu den Sicherheitsmerkmalen von
Arzneimitteln: Dabei wird eine - vor allem im Hinblick auf die Höhe
der Kosten und die Frage der Kostenträger - sensible Entscheidung
hinsichtlich der Präzisierung des Systems (wie etwa Track & Trace
System, Hologramm, Serialisierung von Arzneimittelpackungen)
getroffen werden müssen. Nach Inkrafttreten der Richtlinie bleiben
drei Jahre für die Umsetzung in allen Mitgliedstaaten.

Über die Pharmig:

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharma-Industrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand April 2011), die den Medikamenten-Markt zu fast 100
Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.

Rückfragehinweis:
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Communication & PR, Mag. Barbara Grohs
Tel. 01/40 60 290-20
[email protected]

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