Verkehrsentwicklung auf Vorarlbergs Landesstraßen
Entlastung der an stark frequentierten Ortsdurchfahrten lebenden Bevölkerung bleibt wichtiges Ziel
Bregenz (OTS/VLK) - Auf dem gut 800 Kilometer langen
Landesstraßennetz ist der Verkehr im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr
um 0,5 Prozent gestiegen. Die jahresdurchschnittliche tägliche
Belastung beim Schwerverkehr ist nahezu gleich geblieben. Das
Verkehrsaufkommen wird von der Straßenbauabteilung derzeit an 58
Dauerzählstellen gemessen. Dieses Zählstellennetzwerk wird weiter
ausgebaut: Allein 2012 werden es knapp 100 Zählstellen sein,
informierte Landesrat Karlheinz Rüdisser im heutigen (Dienstag)
Pressefoyer.
Grundlage für alle verkehrspolitischen Maßnahmen, die vom Land
gesetzt werden, ist das Verkehrskonzept "Vorarlberg 2006 - Mobil im
Ländle". Verkehrsvermeidung und -verlagerung sollen besonders im
werktäglichen Personenverkehr zu einer deutlichen Entlastung führen.
"Die bisherigen Maßnahmen des Verkehrskonzeptes wie der Ausbau des
ÖPNV-Angebotes und der Radwege zeigen, dass die Realisierung der
Ziele auf gutem Weg ist", sagte Landeshauptmann Herbert Sausgruber,
"In den Ausbau und die Verbesserung des öffentlichen Verkehrsnetzes
in Vorarlberg wird weiter kräftig investiert." Im Jahr 2010 wurden
dafür 92 Millionen Euro ausgegeben, davon 20,4 Millionen Euro aus
Landesmitteln. Die Infrastruktur für den Öffentlichen Verkehr wird in
Vorarlberg sukzessive verbessert, beispielsweise mit den kürzlich
beschlossenen Investitionen in Vorarlbergs Bahn-Infrastruktur in Höhe
von gut 170 Millionen Euro. "Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger
honorieren den Ausbau des Öffentlichen Verkehrsnetzes, wie die
Fahrgastentwicklung des Vorarlberger Verkehrsverbundes zeigt. Die
Zahl der Fahrgäste ist seit dem Jahr 2005 von 66,7 Millionen auf 77
Millionen im Vorjahr gestiegen", informierte der Landeshauptmann.
Die Erhöhung des Radverkehrsanteils von 14 auf 17 Prozent bis zum
Jahr 2015 ist umsetzbar, da immerhin 43 Prozent aller Wege kürzer als
fünf Kilometer sind - Landesrat Rüdisser: "Hier sind noch deutliche
Steigerungen des Fahrradanteils möglich."
Schwerpunkte im Straßenbau sind die Erhaltung des Bestandes und
Maßnahmen zur Hebung der Verkehrssicherheit, betonte der
Landeshauptmann: "Auch die Entlastung der an stark frequentierten
Ortsdurchfahrten lebenden Bevölkerung ist und bleibt ein wichtiges
Ziel."
Verkehrsaufkommen an Landesstraßen 2007 bis 2010
Der Vergleich des Verkehrsaufkommens an den Dauerzählstellen zeigt
auf, dass die Rückgänge im Kfz-Verkehr im Jahr 2008 bzw. im
Schwerverkehr in den Jahren 2008 und 2009 jeweils im Folgejahr durch
überdurchschnittliches Wachstum kompensiert wurden. Im Jahr 2010
stieg der Gesamtverkehr gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent, der
Schwerverkehr stieg um 4,3 Prozent. In absoluten Zahlen sind die
durchschnittlichen Veränderungen seit 2007 nicht groß: Der
Kfz-Verkehr stieg von 2007 auf 2010 um 0,2 Prozent - im Jahresschnitt
stieg die tägliche Belastung an den Dauerzählstellen von 10.919 auf
10.937 Kraftfahrzeuge.
Im Jahr 2010 stieg der Schwerverkehr gegenüber dem Vorjahr um 4,3
Prozent. Im langjährigen Vergleich (2007 bis 2010) ist das
Verkehrsaufkommen pro Tag nahezu gleich geblieben - von 631 im Jahr
2007 auf 632 Lkw im Jahr 2010.
Die stärkste Verkehrsfrequenz wurde 2010 an der Zählstelle A 14 in
Dornbirn mit einem durchschnittlichen täglichen Verkehr von 47.350
Kraftfahrzeugen gezählt. Davon entfielen knapp 10 Prozent auf den
Schwerverkehr. Im Vergleich zum PKW-Verkehr mit einer Steigerung von
1,8 Prozent hat der Schwerverkehr auf der Rheintalautobahn mit plus
15 Prozent deutlich stärker zugenommen. "Im Bereich des
Schwerverkehrs macht sich der wirtschaftliche Aufschwung im
vergangenen Jahr deutlich bemerkbar", erläuterte Landesrat Rüdisser.
Die stärksten Frequenzsteigerungen sind neben der Rheintalautobahn an
der L 203 in Lustenau (2.670 LKW, + 18 Prozent), im Achraintunnel
(730 LKW, + 14 Prozent), im Pfändertunnel (5010 LKW, + 4 Prozent)
sowie an der L 190 in Hohenems (1120 LKW, + 12 Prozent) zu
verzeichnen.
Das Zählnetzwerk wird in den kommenden Jahren sukzessive ausgebaut
- Damit, so Rüdisser, "können wir uns ein flächendeckendes Bild über
den Verkehr auf Vorarlbergs Landesstraßen machen." Zudem werden die
Daten online gestellt: Unter www.vorarlberg.at/strassenbau können
Berichte, Zählstellenkarten und weitere Daten abgerufen werden.
Tel.: 05574/511-20141,
Fax: 05574/511-920196
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