OTS0060   22. Apr. 2011, 10:59

Volksbegehren Bildungsinitiative fordert Taten statt Bekenntnisse

Mittelfristige Finanzplanung wird Reformwillen zeigen


"Das gestern von Bundeskanzler Faymann in Aussicht
gestellte Tempo bei der Bildungsreform ist erfreulich, vor allem weil
er viele im "Volksbegehren Bildungsinitiative" enthaltene Forderungen
anführte, wie z.B. Lehrerausbildung und ganztätige Schulformen. Die
angeblich kurz vor Beschlussfassung stehende mittelfristige
Finanzplanung für 2012 bis 2015 wird zeigen, wie viel der Regierung
an der Zukunft der Jugend tatsächlich gelegen ist. Sollten die
vorgesehenen finanziellen Mittel für den Bildungssektor nicht ein
deutliches Bekenntnis zu großen Investitionen erkennen lassen, klafft
bereits zum Start des neuen Regierungsteams wiederum eine große Lücke
zwischen den verbalen Bekenntnissen und den tatsächlichen Fakten",
ermahnen die Initiatoren des "Volksbegehren Bildungsinitiative" die
Bundesregierung zu vorausschauendem und zukunftsorientiertem Handeln.
*****

Sollten die spärlichen Informationen zur mittelfristigen
Finanzplanung stimmen, würden die Ausgaben für Bildung im Jahre 2014
gegenüber 2011 jedenfalls preisbereinigt deutlich sinken. Die Mittel
für Wissenschaft und Forschung gingen sogar nominell zurück. Das
wären verheerende Aussichten, heißt es seitens des "Volksbegehren
Bildungsinitiative".

Das "Volksbegehren Bildungsinitiative" fordert daher die
Bundesregierung auf

  • die finanziellen Mittel für die Hochschulen auf die angekündigten 2% des BIP und die Forschungsquote von 2,75% auf 4% der Wirtschaftsleistung zu erhöhen,
  • im Schulbereich zumindest die Mehrausgaben für die unmittelbar nötigen zusätzlichen 117 Standorte der Neuen Mittelschule zu den vorhandenen 320 zu bedecken,
  • in einem mehrjährigen Finanzplan die Voraussetzungen zu schaffen, damit in ganz Österreich achtstündige verschränkte Ganztagsschulen die Regel sind,
  • einen konkreten Finanzierungsplan für die zeitgemäße Aufwertung des Berufes der Lehrerinnen und Lehrer zu erstellen, verbunden mit einem modernen Arbeitsplatz und Unterstützung durch Expertinnen und Experten aus dem Gesundheits- und Sozialbereich.

Hinzu kommen weitere Forderungen aus dem Programm des
Volksbegehrens, u.a.:

  • müssen die Fachhochschulen in die Lage versetzt werden, ihre Studierenden-Anzahl in möglichst gleichen Jahresschritten sowie die dafür nötigen Bundesmittel bis zum Jahr 2017 zu verdoppeln
  • und schließlich muss die Abschlussquote beim Hochschulstudium von derzeit 22% auf 40% im Jahr 2020 gesteigert werden, was einer jährlichen Erhöhung von 2 Prozentpunkten entspricht.

"Bildungsausgaben", sagt Androulla Vassiliou, die EU-Kommissarin
für Bildung, "zahlen sich langfristig am meisten aus". Sie beschwört
daher alle Mitgliedsstaaten, auch angesichts der Wirtschaftskrise nur
ja nicht die Ausgaben für Schule, Wissenschaft und Forschung zu
kürzen. Das wäre ganz verkehrt.

Das "Volksbegehren Bildungsinitiative" ist ein überparteilicher
Zusammenschluss, der sich für eine tiefgreifende Reform des
österreichischen Bildungssystems einsetzt. Unterstützungserklärungen
liegen bereits jetzt zur Unterschrift bei allen Magistratischen
Bezirksämtern und Gemeinden auf, bis einschließlich 1. Juli 2011. Die
Unterschrift gilt bereits für das Gesamtergebnis, die eigentliche
Eintragungswoche steht noch nicht fest.

Informationen zum "Volksbegehren Bildungsinitiative" unter
www.nichtsitzenbleiben.at
Info-Hotline: 0800 204 400

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0060 2011-04-22 10:59 221059 Apr 11 BFZ0001 0443



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Rückfragehinweis: Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI)
Mag.a Theresa Aigner,
Pressereferentin
Tel.: 01/3100740-24
mailto: theresa.aigner@vbbi.at
http://www.vbbi.at/

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