- 21.04.2011, 10:42:10
- /
- OTS0075 OTW0075
JUGENDVERTRETUNG: Jugend in der Regierung!
Integrationsstaatssekretariat in junger Hand! Jugend muss Thema bleiben!
Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung begrüßt die Installierung
eines eigenen Integrationsstaatssekretariats und gratuliert dem
Obmann der Jungen ÖVP, Sebastian Kurz, zur Ernennung zum
Staatssekretär. "Damit bekommt die Partizipation junger Menschen
einen neuen Stellenwert in der österreichischen Politik. Sebastian
Kurz übernimmt eine große Verantwortung, wir wünschen ihm bei der
Bewältigung der Aufgabe viel Erfolg", so Rodaina El Batnigi,
Vorsitzende der Bundesjugendvertretung.
Die Einrichtung des Integrationsstaatsekretariats bedeutet aber
gleichzeitig auch die Abschaffung des Familien- und
Jugendstaatssekretariats im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie
und Jugend. Als gesetzlich eingerichtete Interessenvertretung aller
Kinder und Jugendlichen in Österreich erwartet die BJV, "dass die
Agenden Familie und Jugend, die künftig von Minister Mitterlehner
selbst wahrgenommen werden, dieselbe Bedeutung genießen, wie die
anderen Agenden des Ministers", erklärt El Batnigi.
Das Thema Integration ist von enormer Bedeutung für Kinder und
Jugendliche. "Gerade Österreich war historisch oft Schnittpunkt
verschiedener Kulturen. Vielfalt unter Kindern und Jugendlichen muss
als Bereicherung und Chance gesehen werden!", so El Batnigi. Von
einem neuen Integrationsstaatssekretariat erwartet sich die BJV daher
auch eine aktive Integrationsförderung und fordert unter anderem
konkret:
- mehr interkulturelles Bewusstsein und verstärkte
Anti-Diskriminierungsarbeit in der Administration von Bund, Ländern
und Gemeinden sowie Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung des
Öffentlichen Dienstes
- Initiativen zur flächendeckenden Einführung der gemeinsamen Schule,
um Integration im Bildungssystem voranzutreiben und der
Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit
Migrationshintergrund entgegenzuwirken
- eine Beschleunigung der Asylverfahren, um insbesondere Kindern und
Jugendlichen ohne Verzögerungen einen langfristig rechtlich
abgesicherten Aufenthaltsstatus zu ermöglichen
- das Ermöglichen von Doppelstaatsbürgerschaften für Jugendliche
ausländischer Herkunft
- gesellschaftliche, politische und finanzielle Unterstützung für
Jugendarbeit, da Partizipation von Kindern und Jugendlichen aus
Minderheiten, wie sie in Jugendorganisationen und der offenen
Jugendarbeit geschieht, eines der wesentlichen Mittel hin zu einer
Gleichstellung ist
Die BJV erwartet sich, dass Sebastian Kurz vor allem gegen platte
Stimmungsmache und gesellschaftliche Polarisierung auftritt und freut
sich auf eine gemeinsame Basis und konstruktive Gespräche, um die
Positionen der Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen zu
diskutieren.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a (FH) Christina Unterberger
Geschäftsführung
Tel.: 0676/ 880 111 147
mailto: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BJV






