• 15.04.2011, 09:20:25
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Spitalsreform: OÖGKK mahnt Qualität für Patienten und Beitragszahler ein

Linz (OTS) - "Die Spitalsreform löst viele Fragen bei unseren
Versicherten aus. Es ist unser Auftrag als Vertreter der
Versicherten, diese Themen in die aktuelle Diskussion zur
Spitalsreform einzubringen", betont OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth.
Seine Eckpunkte für die Reform lauten daher: "Keine
Kostenverschiebungen zu Lasten der OÖGKK-Beitragszahler. Und ein Ende
von Qualitätsmängeln wie Gangbetten und endlosen OP-Wartezeiten."

Die OÖGKK ist mit einem - dynamisch wertgesicherten! -
Jahresbeitrag von aktuell rund 630 Millionen Euro mit Abstand größte
Zahlerin im oö. Spitalswesen. Weniger bekannt ist, dass die OÖGKK
auch im Vergleich der Gebietskrankenkassen für die Spitalsversorgung
ihrer Versicherten den höchsten Pro-Kopf Beitrag einzahlen muss.
"Unsere Versicherten können dafür eine hochwertige Versorgung durch
die oö. Spitäler erwarten. Sie können aber vor allem auch erwarten,
nicht noch einmal zur Kasse gebeten zu werden, um das Landesbudget
und die Spitalsdefizite zu sanieren", stellt OÖGKK-Obmann Felix
Hinterwirth klar.

Kein Sparen auf Kosten anderer

Die OÖGKK wird daher bei allen Plänen zur Spitalsreform darauf
achten, dass die Spitäler mit ihren Tageskliniken und Ambulanzen
ihrem Versorgungsauftrag weiterhin nachkommen. "Wir sehen so wie der
Rechnungshof große Potenziale darin, dass nicht notwendige
Spitalsleistungen reduziert werden. Das bedeutet insbesondere, dass
die Tageskliniken ausgebaut und die Ambulanzen versorgungswirksamer
werden müssen. Ein simples Auslagern von Spitalskosten in den
niedergelassenen Bereich - und damit in die Geldtaschen unserer
Beitragszahler - werden wir aber nicht zulassen", sagt Obmann
Hinterwirth. "Unser Anspruch ist: Die Leistungen sind dort zu
erbringen, wo sie aus Versicherten- und Patientensicht am
sinnvollsten sind. Für Verbesserungen in diesem Bereich sind wir als
Verantwortliche für das Gesamtsystem immer gesprächsbereit. Für
Sparen auf Kosten anderer hätten wir aber keinerlei Verständnis", so
OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer.

OÖGKK fordert Qualität der Versorgung: Keine Gangbetten mehr

Eine häufige Sorge der OÖGKK-Versicherten ist, dass schon heute
immer wieder Spitalspatienten in Gangbetten untergebracht werden und
bei manchen Operationen unverständlich lange Wartezeiten zu
verzeichnen sind. "Diese ganz konkreten Probleme sind in einem Land,
das eine der höchsten Bettendichten weltweit aufweist, geradezu
paradox. Wenn wir von einer Spitalsreform sprechen - und nicht nur
von einem Kürzungsplan - dann erwarte ich mir, dass solche
Qualitätsprobleme ebenfalls gelöst werden", fordert Felix
Hinterwirth.

Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Direktionsbüro und Kommunikation
Mag. Harald Schmadlbauer
Tel: 05 78 07 / 10 24 01

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