• 12.04.2011, 11:09:24
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Die künftige Energieversorgung wird zwangsläufig erneuerbar!!

Wien (OTS) - Kaum ist die Katastrophe in Japan etwas aus dem
Vordergrund getreten und der Ruf nach Ausstieg aus einer nicht zu
beherrschenden Technologie in den Medien etwas verblasst, ist bereits
die zwingende Notwendigkeit des Umstiegs vergessen. Die Wegblendung
von Tatsachen ist ein extrem trügerisches Phänomen welches einem
kurzfristig vielleicht ruhige Minuten gönnt, dann aber unausweichlich
mit wesentlich größerer Grausamkeit wieder in das Bewusstsein
zurückzukommt und Handlung erzwingt. Der notwendige und unumstößliche
Umstieg auf eine erneuerbare Energieversorgung wird aufgrund des
regelrechten Festklammerns auf Details, dem Ausfechten von
Klassenkämpfen und weiteren Kleinigkeiten unmöglich gemacht.

Hätte man nur Teile der bis dato in die Atomenergie (z.B.: BRD bis
dato 165 Milliarden Euro) geflossenen Förderungen in die Erforschung
und Forcierung der erneuerbaren Technologien gesteckt, wäre die
unausweichliche Energiewende schon jetzt wesentlich realer. Alleine
auf der Fläche der Sperrzone um Tschernobyl könnte man die doppelte
Energiemenge von Isar I bereitstellen. Bereits heute ersetzen die in
Österreich unterstützten Ökostromtechniken ein Atomkraftwerk mit 1000
MW Leistung (entspricht ungefähr dem zwischendurch stillgelegtem Isar
I). Im künftigen Energiemix werden wir alle erneuerbaren
Energietechnologien zur Befriedigung unseres Energiehungers
benötigen. Die Biogastechnik besticht dabei mit der hervorragenden
Verfügbarkeit, des möglichen Ressourcenmixes, der vielfältigen
Einsetzbarkeit und der Regelbarkeit.

Genau jener Kritikpunkt, nämlich der Rohstoffeinsatz in Form von
heimischer und regionaler Biomasse, ist eine wesentliche Stärke
dieses Energieträgers. Biogas speichert Energie in zwei Stufen,
entweder in der Biomasse oder nach der Umwandlung als Biogas. Deshalb
wird die Biomasse in nächster Zeit neben der Speicherwasserkraft die
einzige sinnvoll und einfach speicherbare Energie bleiben. Zudem
stellt sie den Grundstein für die kaskadische Nutzung der Rohstoffe
dar. Die bestehenden Biogasanlagen haben bereits jetzt eine bessere
Energieeffizienz als eine Vielzahl an kalorischen Kraftwerken, und
sind daher die Voraussetzung für notwendige und sinnvolle
Weiterentwicklungen. Ein intelligenter, und die Stärken der einzelnen
erneuerbaren Technologien berücksichtigender, Weg ist damit die
einzige Möglichkeit die Energieversorgung der Zukunft ohne Ausdehnung
der Importe sicherzustellen.

Dazu benötigen wir ein offensives Ökostromgesetz, und nicht ein
Weiterführen oder Verschärfen der stop and go Politik der
Vergangenheit. Eine Erhöhung des jährlichen Volumens auf 40 Mill.
Euro, ein Abbau der Wartelisten und eine Absicherung der bereits
bestehenden Ökostromproduktion ist ein wesentlicher Teil dabei.

Wir entscheiden jetzt ob wir wie in der Vergangenheit auch bei den
erneuerbaren Energien vom Ausland abhängig sind oder ob wir die
Produktion der Energie und damit auch die Arbeitsplätze und
Wertschöpfung in Österreich aufbauen.

Rückfragehinweis:
ARGE Kompost & Biogas Österreich
Franz Kirchmeyr
Tel.: +43 1 890 1522
mailto:[email protected]
www.kompost-biogas.info

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