• 08.04.2011, 14:29:11
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JUGENDVERTRETUNG: Jugendschutz - Weitere Schritte müssen folgen!

Die BJV fordert nach den heute präsentierten Ergebnissen weitere Einigungen in Sachen Alkohol und Ausgehzeiten, um eine tatsächliche Vereinheitlichung des Jugendschutzes zu erreichen!

Wien (OTS) - Nach jahrelangem Kampf in Sachen Jugendschutz ist die
Bundesjugendvertretung (BJV) erfreut, dass endlich Bewegung in die
Sache gekommen ist, die heute präsentierten Verhandlungsergebnisse
greifen aber noch zu kurz, erklärt Vorsitzender Wolfgang Moitzi:
"Von einer tatsächlichen Vereinheitlichung sind wir leider immer noch
zu weit entfernt. Ein zentraler Punkt beim Jugendschutz sind die
Regelungen für Alkoholkonsum, hier sehen wir einen ersten Schritt,
den die Länder jetzt aufeinander zugegangen sind. Wir fordern aber
dennoch eine Lösung, bei der nicht weiterhin unterschiedliche
Regelungen möglich sind."
Bei den Ausgehzeiten zeigt sich die BJV erfreut, dass sich bereits
sieben Bundesländer darauf geeinigt haben, das Limit bei 16-jährigen
aufzuheben, plädiert hier aber eindringlich an Vorarlberg und
Kärnten, diese Lösung nicht zu blockieren: "Es ist unverständlich,
dass manche Bundesländer ihre Machtbedürfnisse auf den Rücken von
jungen Menschen austragen. Das muss endlich ein Ende haben. Wir
erwarten uns daher von den ausstehenden Bundesländern ein rasches
Zugeständnis", fordert Moitzi.
Bei den anderen Altersgruppen plädiert die BJV weiterhin auf ihr
Modell, das folgende Regelungen vorsieht: Bis 12 Jahre 22 Uhr, ab 13
Jahren 23 Uhr, ab 14 Jahren 1 Uhr. "Diese Vorschläge sind sinnvoll,
da sie der Lebensrealität von Jugendlichen entsprechen. Uns ist
wichtig, dass es hier keinesfalls Verschärfungen bei den bestehenden
Bestimmungen geben darf", betont Moitzi weiter. Hier müsse es
jedenfalls noch Nachverhandlungen geben: "Wir erwarten uns, dass es
nach diesen ersten Schritten bis zum Sommer tatsächlich zu einer
Einigung kommt. Denn acht Jahre nach einem bundesweiten
Tierschutzgesetz ist die Zeit mehr als reif für ein einheitliches
Jugendschutzgesetz!"
Abschließend fordert Moitzi, dass die BJV als gesetzliche
Interessenvertretung in die weiteren Gespräche eingebunden wird: "Nur
so können wir eine Lösung schaffen, die auch im Sinne der Kinder und
Jugendlichen ist."

Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BJV

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