- 08.04.2011, 13:18:02
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AK verlangt Importstopp für Lebensmittel aus Japan
Brief an EU-Kommission vor Entscheidung über neue Strahlengrenzwerte: Aussetzen der Importe schützt KonsumentInnen aktuell am wirksamsten
Wien (OTS) - Höhere Strahlengrenzwerte der EU für Lebensmittel aus
Japan können nicht die Reaktion auf die Atomkatstrophe in Japan sein.
So hat die Arbeiterkammer die unlängst von der EU-Kommission
erlassene Notverordnung für japanische Lebensmittelimporte in einem
Brief an Kommissionspräsident Barroso kritisiert. Tatsächlich sollen
die Grenzwerte heute auf das japanische Niveau gesenkt werden. "Das
ist ein Erfolg im Interesse der österreichischen Konsumentinnen und
Konsumenten", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. "Aber die Kontrolle
der Strahlenbelastung und niedrigere Grenzwerte sind nur die
zweitbeste Möglichkeit. In der jetzigen Situation ist ein
vorbeugendes Importverbot besser."
Der Anteil japanischer Ware an den österreichischen
Lebensmittelimporten ist gering. Dennoch muss die Bevölkerung nicht
unnötig gefährdet werden, begründet die Arbeiterkammer ihre Kritik an
der noch gültigen EU-Verordnung. Vor allem wurden dabei einfach die
höheren Grenzwerte für Lebensmittel in Kraft gesetzt, die nach der
Reaktorkatastrophe in Tschernobyl nur als kurzfristig im Notfall
verträglich erachtet wurden. "Von einem Notfall sind wir beim
geringen Anteil der Lebesmittelimporte aus Japan weit entfernt", sagt
Tumpel.
"Sollte die Kommission die Grenzwerte auf das japanische Niveau
senken, ist das ein Erfolg für die Konsumentinnen und Kosumenten", so
Tumpel. Auf diesem Niveau müssten die europäischen Grenzwerte auch
dann bleiben, sollten sie in Japan selbst erhöht werden. Die
Arbeiterkammer tritt jedenfalls für ein vorbeugendes Importverbot als
wirksamste Maßnahme bis zur endgültigen Klärung der Gefahrensituation
ein. Streng kontrolliert werden müsse auch die Strahlenbelastung von
Lebensmitteln aus den an Japan grenzenden Regionen.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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