• 08.03.2011, 15:02:51
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Bundeskanzler und Frauenministerin besuchen Beratungsstelle der Wiener Frauenhäuser

Bundeskanzler Faymann und Frauenministerin Heinisch-Hosek besuchen anlässlich des Internationalen Frauentages die Beratungsstelle der Wiener Frauenhäuser.

Wien (OTS) - "Jede fünfte Frau in Österreich ist zumindest einmal
in ihrem Beziehungsleben von Gewalt betroffen. Gleichzeitig sind oft
auch Kinder die Leidtragenden", sagte Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek beim heutigen Besuch der Beratungsstelle der Wiener
Frauenhäuser. Anlässlich des Internationalen Frauentages, der sich
heute zum 100. Mal jährt, nutzte die Frauenministerin gemeinsam mit
Bundeskanzler Werner Faymann die Gelegenheit, sich bei den
Mitarbeiterinnen der Wiener Frauenhäuser für ihren unermüdlichen
Einsatz zu bedanken. Die Wiener Frauenhäuser bieten misshandelten
oder bedrohten Frauen und ihren Kindern Schutz, Unterstützung und
vorübergehende Wohnmöglichkeit. Kostenlose Hilfeleistungen gibt es in
der Beratungsstelle am Fleischmarkt. Das Angebot reicht von
psychosozialer und medizinischer Beratung bis hin zu juristischer
Prozessbegleitung.

"Im Jahr 1978 ist das erste Frauenhaus in Wien gegründet worden. Die
damalige Frauenministerin Johanna Dohnal war maßgeblich daran
beteiligt. Ihr war die Bekämpfung von Gewalt an Frauen stets ein
zentrales Anliegen", sagte Heinisch-Hosek. Die
Gewaltschutzgesetzgebung in Österreich sei mittlerweile sehr gut
ausgestaltet, trotzdem müssten immer noch Frauen ihr Zuhause
verlassen. Daher seien Einrichtungen wie Frauenhäuser unentbehrlich,
um Unterkunft und Betreuung in Notfällen sicher zu stellen.

"Gerade in Zeiten notwendiger Budgetkonsolidierung müssen wir darauf
achten, dass soziale Netze erhalten bleiben und nicht bei der
Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft gekürzt
wird. Es ist unsere Aufgabe, hier für ausreichende Mittel zu sorgen",
sagte Bundeskanzler Faymann.

"Ich freue mich, dass die Wiener Frauenhäuser im nächsten Jahr
zusätzliche Plätze für Opfer von Gewalt schaffen wollen", sagte die
Frauenministerin. Leider sei dies erforderlich, weil die Anzahl an
Hilfesuchenden steigt. Daher seien der Bund, aber auch die Länder, zu
weiteren Kraftanstrengungen aufgerufen. Unterstützung gäbe es auch
bei der Frauenhelpline des Bundesministeriums für
Frauenangelegenheiten unter der kostenfreien Rufnummer 0800 222 555.
"Neben der Betreuung von Opfern muss uns vor allem die
Präventionsarbeit ein großen Anliegen sein", sagte Heinisch-Hosek.

"Am heutigen Frauentag müssen wir uns bewusst machen, dass noch viel
Engagement auf dem Weg zur einer tatsächlichen Gleichstellung
notwendig ist", sagte der Bundeskanzler. "Ich danke allen, die schon
viel dazu beigetragen haben. Gehen wir diesen Weg gemeinsam und mit
vollen Einsatz weiter", so die Frauenministerin abschließend.

Bilder zu dieser Veranstaltung werden über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar sein.

Rückfragehinweis:

Nedeljko Bilalic
   Pressesprecher des Bundeskanzlers
   Mobil: 0664 884 55 330
   [email protected]
   
   Dr. Julia Valsky
   Pressesprecherin der
   Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
   Mobil: 0664 610 6276
   [email protected]

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