• 07.03.2011, 12:17:33
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  • OTS0152 OTW0152

Hinterleitner: Übler Faschingsscherz auf Rücken von Gastronomiebetrieben und Gästen!

Fachverband Gastronomie wehrt sich gegen Geldbeschaffungsaktion der Gemeinden

Wien (OTS/PWK153) - Die Finanzprobleme vieler Gemeinden und
deren Gründe sind seit langem bekannt. Die Art und Weise, wie an die
"Lösung" dieses Dilemmas herangegangen wird, könne man aber nur als
üblen Faschingsscherz bezeichnen, zeigt sich der Obmann des
Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
Helmut Hinterleitner, über die geplante Einführung einer Sondersteuer
auf Alkohol in der Gastronomie verärgert: "Dafür fehlt uns aus Sicht
der 60.000 österreichischen Gastronomiebetriebe und deren Gästen
jegliches Verständnis!"

Die Gastronomie hat die Auswirkungen der Finanz- und
Wirtschaftskrise noch nicht vollends verkraftet, viele Betriebe
leiden nach wie vor unter Konsumzurückhaltung der Gäste. Eine
Sonderabgabe auf alkoholische Getränke müsste eins zu eins an den
Konsumenten weitergegeben werden, sie führt daher unweigerlich zu
einer weiteren Abschwächung beim Konsum und zu einer Benachteiligung
der Gäste, so Hinterleitner. Das vordergründige Argument, dass mit
höheren Steuern auf alkoholische Getränke in der Gastronomie
Jugendliche verstärkt vom Alkoholkonsum abgehalten werden, ist
absolut unzutreffend. Dies zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern
ganz deutlich: höhere Steuern in der Gastronomie führen lediglich zu
einer Verlagerung des Alkoholkonsums in den privaten Bereich, wo die
Einhaltung der Jugendschutzgesetze im Gegensatz zur Gastronomie der
öffentlichen Kontrolle völlig entzogen ist.

Durch die von einigen Städten vom Zaun gebrochene Diskussion um
die Einführung einer Alkoholsonderabgabe auf die Gastronomie, zu der
diese Gemeinden ohne Ermächtigung durch Land oder Bund gar nicht
befugt sind, wurden einzig und allein Wirte und deren Gäste
verunsichert. " Wir erwarten daher eine umgehende Klarstellung, dass
es keine Ermächtigung für die Einführung derartiger neuer Steuern
geben wird. Denn eine solche wäre eindeutig ein Signal in die falsche
Richtung", so Hinterleitner abschließend.( ES)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Gastronomie
Dr. Thomas Wolf
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-3560
mailto:[email protected]
http://diegastronomie.at

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