Stichworte: Euro, Innenpolitik, Lopatka, Wachstum, Wirtschaft Channel: Politik
OTS0200   10. Feb. 2011, 14:57

Lopatka: An Strukturreformen und Haushaltsdisziplin führt in Europa kein Weg vorbei

Finanzstaatssekretär beim Deutsch-Österreichischen Finanz- und Wirtschaftsforum


"Perspektiven der europäischen Geld- und
Finanzpolitik" diskutierte Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka
heute beim "Deutsch-Österreichischen Finanz- und Wirtschaftsforum" im
Raiffeisensaal der RZB in Wien. Der Finanzstaatssekretär betonte
dabei vor den rund 300 hochkarätigen Gästen - unter ihnen auch der
Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, als
Impulsvortragender -, dass es nach der Krisenbewältigung darum gehe,
neue Perspektiven für Europa zu entwickeln.

Lopatka: "Wirtschaftsräume außerhalb Europas haben jene über Jahre
angewachsene Strukturprobleme, mit denen wir kämpfen, nicht. Das
spiegelt sich auch in den aktuellen Wachstumsprognosen wider:
Aufstrebende Länder wie China oder die Türkei haben Wachstumsraten
von bis zu zehn Prozent. Davon ist der Euroraum meilenweit entfernt.
Positiv für Deutschland und Österreich sei, dass die beiden Länder
stärker wachsen als der Euroraum. Lopatka: "Deutschland ist mit 31
Prozent unangefochten Österreichs Exportmarkt Nummer eins und zwar
deutlich vor Zentral- und Osteuropa mit 20 Prozent. Doch dieser
Wirtschaftsraum wird in den kommenden Jahrzehnten für Österreich
weiter an Bedeutung gewinnen. In Bulgarien, Rumänien, Tschechien,
Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien ist Österreich
bereits jetzt Nummer eins bei den Direktinvestitionen."

Der Euro und seine Stabilität seien bei allen Perspektiven für Europa
von entscheidender Bedeutung. "Sehr häufig wurden zuletzt Begriffe
wie weicher Euro oder Euromess genannt. Wir haben zwar in einigen
Euro-Staaten eine Staatsschuldenkrise, aber diese ist keine
Eurokrise. Der Blick auf den Wechselkurs zum Dollar zeigt das
eindeutig", betonte Lopatka. Beim Euro-Start sei der Wechselkurs zum
Dollar bei 1,19 gelegen, heute liege er bei rund 1,35.

"Wir alle tragen gemeinsam die Verantwortung für die Stabilität des
Euro und des Europäischen Binnenmarktes. Die im Dezember erfolgte
Einigung auf einen permanenten Stabilitätsmechanismus ist hier
sicherlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber es
ist in diesem Zusammenhang auch klar, dass der Weg der
Strukturreformen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, der
Defizitsenkung und der Haushaltsdisziplin bei den europäischen
Sorgenkindern weiter beschritten werden muss und diese Länder auch zu
dem stehen, was gemeinsam beschlossen wurde. Dies gilt übrigens auch
für Österreich - auch für uns führt an Strukturreformen und
Haushaltsdisziplin kein Weg vorbei", betonte der Finanzstaatssekretär
abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0200 2011-02-10 14:57 101457 Feb 11 NFI0001 0387



Bundesministerium für Finanzen Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: Pressesprecherin von Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka
Mag. Iris Brüggler
Tel.: T: +43 (0)1 51433 500 085,
Mob: +43 (0)664 2249512
iris.brueggler@bmf.gv.at
www.bmf.gv.at

Bundesministerium für Finanzen
Hintere Zollamtsstraße 2b
A-1030 Wien

Aussendungen von Bundesministerium für Finanzen abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten:


Errechnete Personen: