- 08.02.2011, 14:34:05
- /
- OTS0162 OTW0162
Kammerwahlrecht: Wirtschaftsbund erreicht Gegenseitigkeit mit Türkei
Bilaterales Abkommen ermöglicht künftig österreichischen Unternehmern in der Türkei zu kandidieren und umgekehrt
Wien (OTS) - "Die konsequenten Dialoge mit der Türkei haben sich
ausgezahlt. In Zukunft werden bei Wirtschaftskammerwahlen
österreichische Unternehmer in der türkischen Wirtschaftskammer und
türkische Unternehmer in der österreichischen Wirtschaftskammer
kandidieren können" verkündete heute, Dienstag, Brigitte Jank, Obfrau
des Wiener Wirtschaftsbundes und Präsidentin der Wirtschaftskammer
Wien, die gelungene Vereinbarung zwischen der österreichischen und
der türkischen Wirtschaftskammer zum passiven Wahlrecht. Vergangenen
Donnerstag konnte dazu nach langjährigen Bemühungen ein
entsprechendes Abkommen zwischen dem Dachverband der türkischen
Handelskammern TOBB und der Wirtschaftskammer Österreich
unterzeichnet werden.
"Die Gegenseitigkeit für das Kandidieren bei Wirtschaftskammerwahlen
zu erreichen, ist uns seit Jahren ein wichtiges Anliegen", sagt Jank.
"Davon profitieren die österreichischen Unternehmer mit türkischer
Staatsbürgerschaft ebenso wie die Unternehmer mit österreichischer
Staatsbürgerschaft in der Türkei, denen nun neue
Mitgestaltungsmöglichkeiten eröffnet werden. Mit dem jetzt
vorlegenden Abkommen kann die österreichische Wirtschaft in der
Türkei noch besser Fuß fassen." Auch der Wirtschaftsbund profitiere
von dieser Neuregelung, so Jank. "Bei den letzten Wahlen haben
dutzende türkisch-stämmige UnternehmerInnen für den Wirtschaftsbund
kandidiert, einige weitere wären gerne angetreten, konnten aufgrund
ihrer türkischen Staatsbürgerschaft allerdings nicht", sagt Jank.
Ihnen werde nun eine Kandidatur bei den nächsten
Wirtschaftskammer-Wahlen im Jahr 2015 ermöglicht.
Für Wien besonders wichtig
Weit mehr als die Hälfte der türkischen UnternehmerInnen in
Österreich leben und arbeiten in Wien. Aufgrund ihrer oft
jahrezehntelangen Ansässigkeit ist der Großteil der rund 3000
türkisch-stämmigen Wiener Unternehmer im Besitz einer
österreichischen Staatsbürgerschaft und war damit auch schon bisher
aktiv und passiv wahlberechtigt. Künftig werden nun auch die rund 900
türkische Unternehmerinnen und Unternehmer ohne österreichische
Staatsbürgerschaft bei Wirtschaftskammer-Wahlen über dieselben
Wahlrechte verfügen wie Unternehmer mit österreichischer
Staatsbürgerschaft, Unternehmer aus anderen EU- und EWR-Ländern und
Unternehmer aus Ländern, wo eine Gegenseitigkeit mit der jeweiligen
Interessenvertretung des Landes bereits vereinbart ist - also
Albanien, Chile, Kroatien, Mazedonien, Mexiko, Montenegro, Schweiz
und Serbien.
Wirtschaftsbund International: Neue Plattform für Unternehmer aus
aller Welt
Jank kündigte weiters an, dass der Wirtschaftsbund Wien seine
Aktivitäten für migrantische UnternehmerInnen künftig ausweiten werde
und hierzu eine neue Informations- und Anlaufstelle eingerichtet
wurde: der Wirtschaftsbund International. Hierbei geht es darum, auf
die spezifischen Anforderungen von Unternehmern mit ausländischen
Wurzeln mit gezielten Angeboten einzugehen: von Beratungen zu Fragen
der Unternehmensfinanzierung und des österreichischen Steuerrechts
bis hin zur Unterstützung beim erfolgreichen Netzwerken im
österreichischen Geschäftsleben. "Wir werden den Wirtschaftsbund
International zur ersten Adresse für Selbstständige aus aller Welt
ausbauen", kündigt Jank an.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftsbund Wien
Richard Jank
[email protected]
[T]: (01) 512 76 31-22
www.wirtschaftsbund-wien.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WBW






