• 24.01.2011, 10:05:14
  • /
  • OTS0056 OTW0056

Neuer ÖIF-Sammelband über afghanische und pakistanische Migration nach Österreich

Österreich wichtiges Zielland für Afghanen - Experten-Sammelband liefert fundierte Analysen

Wien (OTS) - Fundierte Analysen über die Situation in Afghanistan
und Pakistan und deren Konsequenzen für Österreich liefert der neue
Sammelband "AfPak - Afghanistan, Pakistan und die Migration nach
Österreich" des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), der
Staatendokumentation des Bundesasylamts und ICMPD (International
Centre for Migration Policy Development), der von Alexander Janda,
Wolfgang Taucher und Mathias Vogl herausgegeben wurde. Die gemeinsame
Betrachtung beider Länder ist aus Expertensicht deswegen geboten,
weil afghanische und pakistanische Migration eng mit der
Sicherheitslage im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet
zusammenhängt. Die Grenzregion entwickelte sich im Laufe der letzten
Jahre zum Rückzugsgebiet für die Taliban und andere extremistische
Gruppen.

35.000 Asylanträge wurden zwischen 1999 und 2009 in Österreich von
afghanischen Staatsangehörigen gestellt

Der europäische Vergleich zeigt klar: Neben Deutschland sind
Schweden, Dänemark, Österreich und Norwegen die bedeutendsten
Zielländer für afghanische und pakistanische Migranten. Beide Gruppen
repräsentieren zwischen 8 und 10 Prozent der gesamten Zuwanderung
nach Deutschland, Schweden, Dänemark, Österreich und Norwegen im
vergangenen Jahrzehnt. Österreich ist vor allem für Flüchtlinge aus
Afghanistan ein wichtiges Zielland. Mit ca. 35.000 Asylanträgen
wurden zwischen 1999 und 2009 die meisten Asylanträge in Österreich
von afghanischen Staatsangehörigen gestellt. In den vergangenen drei
Jahren hat die Zuwanderung afghanischer Staatsangehöriger deutlich
zugenommen: Sie stieg von 418 Personen im Jahr 2006 über 940 Personen
im Jahr 2007 bis auf 1.126 Personen im Jahr 2009. Die überwiegend
legale, durch weitaus geringere Asylmigration geprägte Zuwanderung
von pakistanischen Staatsbürgern war mit durchschnittlich 180
Personen zwischen 2006 und 2009 weit weniger signifikant. In
Österreich leben aktuell über 7.700 Personen afghanischer und rund
4.400 Personen pakistanischer Herkunft, der Großteil davon in Wien.

Wissenschaftliche Befunde für Experten und Interessierte

Mit dem ÖIF-Sammelband erhalten Experten, aber auch Interessierte
eine fundierte, gut lesbare Zusammenschau wissenschaftlicher Befunde
von Migrationsexperten und Länderanalysten über afghanische und
pakistanische Migration und die damit verbundenen Herausforderungen
für Österreich.

"Wir sind gefordert, die zu uns gekommenen Afghanen und Pakistani
bei ihrer erfolgreichen Integration zu unterstützen. Sprache, Bildung
und berufliche Integration spielen angesichts der hohen
Arbeitslosigkeit der in der Regel aus ländlichen Gebieten stammenden
und schlecht qualifizierten Personen eine entscheidende Rolle. Die
Analyse der Migrationsströme und ihrer Hintergründe ist eine wichtige
Grundlage für die Bewältigung der migrations- und
integrationspolitischen Herausforderungen", so ÖIF-Geschäftsführer
Alexander Janda.

Sammelband ab sofort erhältlich

Der Sammelband "AfPak - Afghanistan, Pakistan und die Migration
nach Österreich" des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) kann ab
sofort um Euro 14,90 über die Homepage des ÖIF bezogen werden:
www.integrationsfonds.at.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Integrationsfonds
Mag. Ursula Schallaböck
Tel: 01/710 12 03 - 134
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OIF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel