Österreich, stillgestanden! (von Daniela Gross)

Klagenfurt (OTS) - "Das wird schon nicht so faszinierend sein" -
Na bumm. Der Chef der Lehrergewerkschaft, Walter Riegler, mauert schon, bevor das erste Wort in den Verhandlungen zum neuen Dienstrecht gesprochen ist. Wozu bitte noch verhandeln, wenn beide Gegenüber schon demonstrativ die Hände vor der Brust verschränken, um ihren Unwillen kundzutun? Unterrichtsministerin Claudia Schmied holt sich Kanzler und Vizekanzler als Verstärkung an den Verhandlungstisch. Also kontern die Lehrer, mit Vertretern der Gewerkschaft anzutanzen. Nun, reden wollen angeblich beide -Regierung wie Gewerkschaft. Über alles und vieles, und sei es auch für Wochen oder für Monate, schließlich solle das Endergebnis Jahrzehnte lang halten, heißt es. Na bravo: Damit führt sich die Bildung endgültig ad absurdum. Noch bevor nur einer der Verantwortlichen die dringendst überfällige Bildungsreform angreift, will man ein Dienstrecht einzementieren - um sich dann wieder jahrzehntelang nicht vom Fleck bewegen zu müssen.

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