Neues Volksblatt: "Neue Chance" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. Jänner 2011

Linz (OTS) - "Neues Spiel, neues Glück", heißt es bekanntlich. In abgewandelter Form und auf die Landeshauptleutekonferenz gemünzt könnte man sagen: "Neuer Chef, neue Chance". Nach dem eher polternd auftretenden Erwin Pröll leitet der als konsensorientiert bekannte Josef Pühringer im ersten Halbjahr dieses Gremium, das zwar in der Verfassung nicht verankert ist, aber realpolitisch von großem Gewicht. "Im Mittelpunkt muss die Problemlösung stehen", hat Pühringer gestern die Losung für die nächsten Monate ausgegeben - und es ist zu hoffen, dass sie allseits auf offene Ohren stößt. Denn zu lösen gibt es tatsächlich einiges, von der Pflege über den Stabilitätspakt bis hin zur Bildung. Es könnte ein gutes Omen sein, dass das Zeitfenster in die wahllose Periode von einem Politiker aufgestoßen wird, dem die Suche nach dem Kompromiss ein erwiesenes Anliegen ist. Niemand verlangt, dass irgendwelche (medial künstlich) hochgeschraubten Erwartungen erfüllt werden, sondern dass das Machbare getan wird. Der österreichischen Politik könnte in nächster Zeit nichts besseres geschehen als der erbrachte Nachweis, dass -entgegen den Kassandrarufen berufsmäßiger Pessimisten - sehr wohl Menschen am Werk sind, die gestalten wollen und das auch können.

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