BayernLB / Formel 1: Spur der Millionen führt nach Österreich

Geld landete bei Salzburger Stiftung, die an Büroadresse von Walter Meischbergers Anwalt residiert

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München im Zusammenhang mit einer Zahlung von 50 Millionen US-Dollar an die Stiftung des früheren BayernLB-Managers Gerhard Gribkowsky.

Die Süddeutsche Zeitung hat heute enthüllt, dass der ehemalige Risiko-Vorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, während seiner Amtszeit heimlich 50 Millionen US-Dollar aus Mauritius und der Karibik erhalten und bei der österreichischen Privatstiftung "Sonnenschein" angelegt habe. Die Staatsanwaltschaft München untersuche nun, ob das Geld aus kriminellen Geschäften stamme, die mit der Formel-1 zu tun haben könnten. Der Leiter der Staatsanwaltschaft München, Manfred Nötzel, hat dies mittlerweile bestätigt.

Gribkowsky wurde im Februar 2010 im Zusammenhang mit dem Fall Hypo Alpe Adria von der Staatsanwaltschaft München als Beschuldigter einvernommen und hat dabei das Vermögen der von ihm gestifteten Sonnenschein Privatstiftung nicht erwähnt. Laut NEWS vorliegender Stiftungsurkunde ist Gribkowsky auch Begünstigter der Stiftung. Am 31. Dezember 2010 kam Gribkowsky in die Redaktion der "Süddeutschen Zeitung", um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Begleitet wurde er dabei vom österreichischen Anwalt und Steuerberater Gerald Toifl.

Wie NEWS nun berichtet residiert die "Sonnenschein Privatstiftung" an der Salzburger Büroadresse von Gerald Toifl. Bei allen drei österreichischen GmbHs, die der Stiftung gehören, ist Toifl Geschäftsführer.

Toifl wird - wie die Staatsanwaltschaft Wien heute bestätigte - in Österreich derzeit in der Causa Buwog als Beschuldigter geführt. Toifl trat als Anwalt des langjährigen Grasser-Vertrauten Walter Meischberger in Erscheinung, der bei der Buwog- Privatisierung mehrere Millionen Euro Provisionen über Zypern und Liechtenstein erhalten hatte.

In einem Polizeibericht zur Buwog-Affäre heißt es: "Rechtsanwalt Gerald Toifl ist verdächtig, gemeinsam mit Ernst-Karl Plech und Walter Meischberger zwischen dem 19. Oktober und dem 10. November 2009 eine inhaltlich falsche Immobilieninvestvereinbarung zwischen Walter Meischberger und Ernst Plech, datiert mit 12. März 2006, erstellt zu haben."

Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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