Kardinal Schönborn: Solidarität mit der Trauer der Kopten

Tiefe Sorge über die Situation der Christen im ganzen nahöstlichen Raum: "Das Christentum ist hier zu Hause"

Wien (OTS) - =

Wien, 03.01.11 (PEW) Seine Betroffenheit über den
Bombenanschlag auf die Messbesucher einer koptisch-orthodoxen Kirche in Alexandrien hat Kardinal Christoph Schönborn bekundet. Wörtlich sagte der Kardinal: "Die katholische Kirche in Österreich ist solidarisch mit dem Schmerz und der Trauer der koptischen Kirche. Dies um so mehr, als es zwischen unseren Kirchen seit mehreren Jahrzehnten dank der Stiftung Pro Oriente eine tiefe innere Verbundenheit gibt". Der Wiener Erzbischof betonte zugleich, dass ihn nicht nur der Schmerz über das Schicksal der neuen Märtyrer von Alexandrien bewege, er sei auch in tiefer Sorge über die Situation der Christen im ganzen nahöstlichen Raum: "Papst Benedikt XVI. hat in seiner Botschaft zum diesjährigen Weltfriedenstag daran erinnert, dass die Respektierung der Religionsfreiheit eine Vorbedingung des Friedens ist. Das gilt auch für den Nahen Osten". Christen dürften nicht als Bürger zweiter Klasse behandelt werden, sagte Kardinal Schönborn: "Niemand soll irgendwo als Bürger zweiter Klasse angesehen werden".

Das Christentum sei im Nahen Osten entstanden, die christliche Theologie, die christliche Frömmigkeit, die christliche Kultur haben ihren Ursprung im östlichen Mittelmeerraum, betonte der Wiener Erzbischof: "Das Christentum ist hier zu Hause". Die Weltchristenheit müsse sich stärker dieser Tatsache bewusst werden und dadurch auch die Christen im Nahen Osten unterstützen. "Wir reichen den Muslimen die Hand", sagte Kardinal Schönborn: "Aber wir erinnern auch an das Papstwort, dass jedes Verbrechen im Namen der Religion ein Verbrechen gegen die Religion ist".

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