SJ-Moitzi: Zukunftsperspektiven der Jugendlichen verbessern!

Jugendliche stark mit Abstiegsängsten konfrontiert - Wertschöpfungsabgabe einführen und Pensionen sichern

Wien (OTS/SK) - "Die erschreckenden Ergebnisse der heute veröffentlichten market-Umfrage über die Sorgen der ÖsterreicherInnen decken sich mit den Rückmeldungen, die wir von Jugendlichen erhalten. Denn gerade die junge Generation ist stark mit unsicheren Zukunftsperspektiven und Abstiegsängsten konfrontiert", nimmt SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi heute Montag Bezug auf einen Bericht in der Tageszeitung "Der Standard". "Den alarmierenden Zahlen müssen konkrete Taten folgen: Langfristige Absicherung des Pensionssystems mittels Einführung einer Wertschöpfungsabgabe und Kampf gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse", so Moitzi. ****

86 Prozent der Bevölkerung machen sich demnach Sorgen über Verschlechterungen im Pensionsbereich und in der sozialen Absicherung, 74 Prozent sorgen sich über das Aufrechterhalten ihres Lebensstandards. Einen gesicherten Lebensabend für die heute Jungen zu gewährleisten müsse daher ganz oben auf der Prioritätenliste der Politik stehen, betont Moitzi.

In sämtlichen für Jugendliche relevanten Themenbereichen herrsche seit Jahren ein "Diktat der leeren Kassen", kritisiert Moitzi:
"Bildungsabbau, soziale Selektion, die verheerende Situation an den heimischen Unis, steigender Leistungsdruck, seit Jahren hohe Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenmangel verdüstern die Zukunftsperspektiven unserer Jugend. Am schlimmsten erweist sich die Unsicherheit, überhaupt jemals in den Genuss einer Pension zu kommen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen prekären Beschäftigungsverhältnisse, in denen Jugendliche vielfach stecken, ist die langfristige Absicherung des Pensionssystems massiv gefährdet."

Die Politik müsse nun gegensteuern, fordert der SJ-Vorsitzende:
"Derzeit zahlen Betriebe mit vielen Beschäftigten mehr Sozialversicherungsbeiträge ein als jene, die mit wenigen MitarbeiterInnen höhere Gewinne erwirtschaften. Die Wertschöpfungsabgabe würde einen gerechten Ausgleich schaffen und einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der öffentlichen Pensionsversorgung leisten." Die große Sorge unter der Bevölkerung, was die große Kluft zwischen Arm und Reich betrifft (89 Prozent), unterstreiche einmal mehr die langjährige SJ-Forderung nach höherer Besteuerung von Vermögen, merkt Moitzi abschließend an. (Schluss) pl/mp

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