ÖAMTC kritisiert: "Alter Sprit zu neuen Preisen"

Höhere Mineralölsteuer (MöSt) darf theoretisch erst für neu gelieferten Sprit anfallen

Wien (OTS) - Am 30.12. und am 31.12. sind die Spritpreise jeweils
um zwei Cent gestiegen. Die Ölpreise (Barrel OPEC-Öl) sind im selben Zeitraum leicht gesunken. "Anscheinend kann die Mineralölindustrie die Mineralölsteuer-Erhöhung gar nicht abwarten", kritisiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober. Theoretisch dürfte die höhere Steuer erst in einigen Tagen an den Zapfsäulen bemerkbar sein. Die Mineralölsteuer wird fällig, wenn der Sprit aus dem Kraftstofflager ausgeliefert wird. Die Steuer wird dann an der Tankstellenkassa an die Autofahrer weitergegeben. Kraftstoff, der vor dem Jahreswechsel an die Tankstelle geliefert worden ist, unterliegt also theoretisch noch den geringeren Steuersätzen. "Mit jedem Tag, an dem 'alter Sprit zu neuen Preisen' verkauft wird, verdient die Mineralölwirtschaft zusätzlich", kritisiert der ÖAMTC-Experte.

Seit 1. Jänner 2011 gelten neue Mineralölsteuersätze. Die Bundesregierung erhöhte die Mineralölsteuer auf Diesel um fünf Cent (Verteuerung um sechs Cent inklusive Umsatzsteuer) und die Mineralölsteuer auf Benzin um vier Cent (Verteuerung um 4,8 Cent inklusive Umsatzsteuer), um das Budget zu sanieren.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002