AMS Wien: Jugendarbeitslosigkeit geht stark zurück

Erfreuliche Entwicklung auch auf dem Lehrstellenmarkt

Wien (OTS) - Ende Dezember verzeichnete das Arbeitsmarktservice
Wien einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit: Die Summe der als arbeitslos vorgemerkten und in Schulung befindlichen Personen ist zum Vergleichsmonat des Vorjahres um 0,4 Prozent gesunken. Insgesamt waren am Silvestertag 2010 in Wien 88.278 Menschen arbeitslos gemeldet (+ 4,2 Prozent), weitere 22.073 (-15,5 Prozent) befanden sich in Schulungen.

"Einen auffällig starken Rückgang gibt es in Wien bei der Zahl der jungen und jüngsten Arbeitslosen", freut sich AMS-Wien-Chefin Claudia Finster: Bei den Unter-25-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit um 1,6 Prozent gesunken, bei den Unter-20-Jährigen sogar um 7,6 Prozent. "Das zeigt, dass unsere Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Jugendlichen gute Früchte tragen."

Dass dieses Geld gut angelegt ist, lässt sich auch an folgenden Zahlen ermessen: Während die Summe der Arbeitslosen ohne Schulabschluss um 15,5 Prozent und jene der Arbeitslosen mit Pflichtschulabschluss um 3,9 Prozent gestiegen ist, ist die Arbeitslosigkeit bei Personen mit Lehrabschluss um 1,4 Prozent zurückgegangen.

Schwieriger stellt sich die Situation bei den Über-45-Jährigen dar:
Bei ihnen ist die Zahl der Arbeitslosen um 6,2 Prozent gestiegen, bei den Erwachsenen zwischen 25 und 44 Jahren um 4,5 Prozent. Auch zeigt sich, dass nach wie vor mehr Frauen auf den Jobmarkt drängen: Bei ihnen ist die Zahl der Arbeitlosen um 7,8 Prozent gestiegen, bei Männern um 2,2 Prozent.

Erfreulich ist, dass die Wiener Betriebe wieder mehr offene Stellen melden: und zwar um 4,5 Prozent. Einen starken Anstieg gibt es im Bereich Handel und Kfz-Reparatur (+62,1 Prozent) und bei Hotellerie und Gastronomie (+ 56,6 Prozent). Bei "sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" (dazu gehören im Wesentlichen die Arbeitskräfteüberlasser, die einen wesentlichen Trendindikator darstellen) zeigt sich ein Plus von 6,9 Prozent. Ein starkes Minus von 17 Prozent hat vor allem der strenge und plötzliche Wintereinbruch dem Bau beschert.

Gut ist auch die Entwicklung auch im Lehrstellensektor: Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen hat sich um 4,5 Prozent erhöht, die der Lehrstellensuchenden um 7,6 Prozent verringert.

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