BZÖ-Haubner: Im Jahr des Ehrenamtes Freiwilligenoffensive für Österreich gefordert

Regierung muss endlich vernünftige Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen

Wien (OTS) - Die EU hat 2011 zum Jahr des Ehrenamts erkoren und
eine Studie des Zentrums für Zukunftsstudien der FH-Salzburg hat ergeben , dass sich beachtliche 44 Prozent der über 15-Jährigen Österreicher in der Freiwilligenarbeit engagieren. Damit liegt

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Österreich im EU-Spitzenfeld, wo der Durchschnitt nur bei etwa 23 Prozent liegt. Die stellvertretende Parteiobfrau und Sozialsprecherin des BZÖ Ursula Haubner sieht sich durch diese beeindruckenden Zahlen bestätigt und fordert eine "Freiwilligenoffensive für Österreich. Die Regierung muss endlich vernünftige Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen", so Haubner. Das BZÖ verlangt eine massive Aufwertung des Freiwilligenrates, der ein österreichisches Gesamtkonzept pro Ehrenamt erarbeiten soll. Dabei gehe es vor allem um Schwerpunkte wie die Anrechnung von Pensionszeiten oder steuerliche Begünstigungen. "Der mit den Freiwilligenorganisationen gemeinsam entwickelte Freiwilligenpass kann dabei als Basis dienen und muss massiv ausgebaut werden". Haubner kündigt hier eine parlamentarische Initiative des BZÖ an.

"Das BZÖ verlangt beispielsweise, dass Freiwillige bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst bevorzugt werden, also bei ansonsten gleicher Qualifikation vorgereiht werden. Das wäre eine wichtige Aufwertung und Anerkennung der wichtigen und unverzichtbaren Rolle der Freiwilligen Helfer in unserer Gesellschaft", kündigt Haubner an. Die ehemalige Sozialministerin fordert auch die sozialrechtliche Absicherung freiwilliger Helfer während eines Einsatzes. "Ehrenamtliche haben sich die Unterstützung der öffentlichen Hand verdient, jetzt werden ihnen eher Prügel zwischen die Füße geworfen. Das BZÖ wird deshalb die sozialrechtliche Absicherung der Freiwilligen beantragen, um endlich für Rechtssicherheit für die Helfer zu sorgen".

Haubner fordert auch die Umsetzung des BZÖ-Modells der "Bürgerhilfe" als Zivildienstersatz. Das BZÖ kämpfe schon seit Jahren für eine massive Aufwertung des Freiwilligen Sozialen Jahres, bis jetzt hätten aber SPÖ und ÖVP hier immer blockiert. Die "Bürgerhilfe" des BZÖ ist eine Mischung aus einem freiwilligen Sozialdienst, also de facto eine massive Aufwertung des freiwilligen sozialen Jahres und aus einer Verpflichtung für Langzeitarbeitslose; dieses Modell kann den Zivildienst sofort ersetzen und das Sozialsystem in Österreich sichern. "Mit der vom BZÖ vehement verlangten Abschaffung der Wehrpflicht endet auch der Zivildienst als Wehrersatzdienst. Damit fallen 13.000 Zivildiener die das Sozialsystem stützen einfach ersatzlos weg. Hier muss die Regierung jetzt schon handeln und die BZÖ "Bürgerhilfe" vorbereiten", so Haubner.t.

"Das BZÖ hat mit seinem neuen Vorschlag der "Bürgerhilfe" einen vernünftigen und umsetzbaren Vorschlag, um das Sozialsystem aufrechtzuerhalten. Die Bürgerhilfe fußt auf zwei Säulen: Einem freiwilligen Sozialdienst, also de facto einer massiven Aufwertung des freiwilligen sozialen Jahres. Wer diesen freiwilligen Sozialdienst leistet soll massive Benefits erhalten". Haubner nannte beispielsweise Steuervorteile, die bevorzugte Aufnahme in den Bundesdienst, eine Pensionsanrechnung und eine kostenlose Ausbildung im Sozialbereich. "Der freiwillige Sozialdienst werde aber nicht reichen, um den wachsenden Bedarf, beispielsweise im Pflegebereich, abzudecken. "Das BZÖ verlangt deshalb als zweite Säule, dass auch Langzeitarbeitslose verpflichtend zur Bürgerhilfe herangezogen werden. Langzeitarbeitslose müssen hier bedürfnis- und befähigungsorientiert eingesetzt werden." Derzeit gebe es über 25.000 Arbeitslose, die über sechs Monate ohne Beschäftigung seien und über 5.000 die dies länger als ein Jahr sind. Die Bezahlung dieser "Bürgerhilfe" solle in einer Art "Kombilohn" - also einer halbe/halbe-Teilung zwischen Staat und NGO funktionieren und könne durchaus über der Mindestsicherung liegen, um einen Leistungsanreiz zu bieten.

Das BZÖ startet mit seiner Freiwilligenoffensive einen klaren Vorstoß, um die massiven Ungerechtigkeiten gegenüber den ehrenamtlichen Helfern endlich zu beseitigen", so Haubner, denn "Die Gesellschaft profitiert von der Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher, jetzt sollen auch die Helfer gewürdigt und anerkannt werden".

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