ÖAMTC-Touristik: Das neue Jahr bringt viele Neuerungen im Ausland

Erhöhtes Tempolimit in Polen, teurere Vignette in der Slowakei und "weniger Promille" in Irland

Wien (OTS) - 2011 bringt viele Neuerungen für Autofahrer - auch in den Nachbarländern. Um nicht den Überblick zu verlieren, hat die ÖAMTC-Touristik die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

* Deutschland: Seit Dezember gilt in Deutschland die situative Winterausrüstungspflicht. Das Fahren mit Sommerreifen bei winterlichen Straßenbedingungen wie Schnee, Eis und Matsch ist somit per Gesetz verboten. Bei einem Verstoß wird eine Strafe von 40 Euro fällig. Bei zusätzlicher Behinderung des Verkehrs sind 80 Euro zu zahlen. Eine weitere Neuerung wird es an den deutschen Tankstellen geben. Zu den Benzinsorten mit 91, 95 und 98 Oktan können nun bis zu zehn statt fünf Prozent Ethanol beigemischt werden. Man erkennt die neuen Sorten an den Aufklebern "Normal E10 schwefelfrei", "Super E10 schwefelfrei" beziehungsweise "Super Plus E10 schwefelfrei" auf der Zapfsäule. Zusätzlich müssen hier weitere Hinweise - etwa "Enthält bis zu 10 Prozent Bioethanol" - deutlich sichtbar angebracht sein. Der ÖAMTC rät Autofahrern, den neuen Biokraftstoff mit mehr Ethanol nur dann zu tanken, wenn ganz sicher feststeht, dass er dem eigenen Auto nicht schadet. Im Zweifelsfall sollte weiterhin Kraftstoff mit geringerem Ethanolgehalt - also E5 - getankt werden.

* England: Die City Maut in London wird 2011 teurer, der Tagessatz von vorher acht Pfund wird auf zehn Pfund (rund zwölf Euro) erhöht. Außerdem wird die Mautzone wieder verkleinert, die Stadtteile Kensington und Chelsea liegen in Zukunft wieder außerhalb der Mautzone.

* Irland: Die Promillegrenze wird von 0,8 auf 0,5 reduziert. Für Fahranfänger und Berufskraftfahrer sind im neuen Jahr nur noch höchstens 0,2 Promille zulässig.

* Island: Auch in Island soll ab September 2011 eine Touristensteuer eingeführt werden: 100 Kronen (0,412 Euro) pro Hotelnacht, 50 Kronen in Jugendherbergen und Pensionen - Campen bleibt gebührenfrei. Das Geld soll in den Schutz der isländischen Naturgebiete sowie in die Sicherheitsinfrastruktur von Touristenattraktionen fließen.

* Italien: Die Autobahngebühren werden durchschnittlich um sechs Prozent teurer. Die Maut auf der Autobahn zwischen Turin und Mailand wird voraussichtlich sogar um 20 Prozent teurer. Seit Jänner gibt es in Rom außerdem eine neue Übernachtungsabgabe. Die Einkünfte sollen zur Optimierung der touristischen Dienstleistungen verwendet werden. Die Abgabe gilt für alle Übernachtungen in römischen Unterkunftsbetrieben mit Ausnahme von Jugendherbergen. Preisbeispiel:
zwei Euro pro Person und Nacht in Ein- bis Drei-Sterne Hotel.

* Polen: Das Tempolimit auf Autobahnen wird mit dem neuen Jahr von 130 km/h auf 140 km/h erhöht. Auf Schnellstraßen darf künftig mit Tempo 120 km/h statt bisher 110 km/h gefahren werden. Das polnische Autobahnnetz ist derzeit nur rund 900 Kilometer lang und soll bis zur Fußball-Europameisterschaft 2012 verdoppelt werden.

* Portugal: Das Autofahren wird in Portugal komplizierter. Viele Strecken im Norden des Landes werden mautpflichtig und es werden vermehrt elektronische Zahlungssysteme verwendet. Statt Ticket-Ziehen und bar an der Mautkasse zahlen, wird die Gebühr nun über ein Sensor-Gerät, das an der Windschutzscheibe befestigt wird, erhoben. Bezahlt wird entweder mit Kreditkarte oder per vorher auf das Sensor-Gerät aufgeladenem Guthaben.

* Schweiz: Der Vignettenpreis hat sich aufgrund des schlechten Wechselkurses auf 31,50 Euro erhöht. Wer noch Schweizer Franken zu Hause hat, kann die Vignette in der Schweiz weiterhin für 40 Franken kaufen. Erhältlich ist die Vignette auch beim ÖAMTC.

* Slowakei: Die Vignettenpreise bei unseren slowakischen Nachbarn erhöhen sich um bis zu 43 Prozent. Während die Sieben-Tage-Vignette vergangenes Jahr 4,90 Euro gekostet hat, zahlt man für dieselbe Vignette im neuen Jahr sieben Euro. Die Monatsvignette kostet statt 9,90 Euro nun 14 Euro und für die Jahresvignette zahlt man jetzt 50 Euro (vorher 36,50 Euro).

* Slowenien: Das letzte Nadelöhr auf der A2 (Karawankentunnel -Ljubljana) soll im Juni beseitigt werden. Zwischen Peracica und Podtabor werden dann ebenfalls vier Spuren zur Verfügung stehen und Urlauber schneller an ihr Ziel kommen.

* Spanien: Mit dem neuen Jahr wurde das Rauchverbot in Spanien stark verschärft. Es gilt ausnahmslos in allen Restaurants und Bars, getrennte Raucherbereiche sind von nun an verboten.

* Tschechien: In Tschechien benötigen dort zugelassene Fahrzeuge (also auch Mietwagen) zukünftig eine weit umfangreicher ausgestattete Autoapotheke als in Österreich. Falls es bei Kontrollen österreichischer Pkw zu einer Beanstandung kommen sollte, rät der ÖAMTC, sich an die Juristen des Clubs zu wenden.

Alle Informationen auch im Internet unter www.oeamtc.at/reise.

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