FPÖ-Kickl: Arbeitsmarkt: Hundstorfer ist Realitätsverweigerer

Öffnung des Arbeitsmarktes wird Verdrängungswettbewerb zu Lasten der Österreicher bringen

Wien (OTS) - "Hundstorfer bleibt Realitätsverweigerer", sagte der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl, denn wie in der Vergangenheit beim Euro, betreibe die Bundesregierung auch beim Arbeitsmarkt unverantwortliche Schönfärberei. Auf "Entwarnungsgutachten" der Erfüllungsgehilfen der Regierung sei nichts zu geben, so Kickl, der hier die gleiche Qualität, wie bei den Jubelmeldungen zum Euro sieht.

"Hundstorfer hat als Gewerkschaftschef noch ganz anders gesprochen und vor Ostöffnung unter schwierigen Bedingungen gewarnt", erinnerte Kickl. Es sei ein Irrglaube, jetzt zu meinen, die Krise sei überstanden und die Wirtschaft zu alter Stärke gekommen. "Hundstorfer setzt mit seinem dogmatischen Festhalten am Termin der Öffnung soziale Sicherheit und österreichische Arbeitsplätze aufs Spiel", kritisierte Kickl. Zudem lasse Hundstorfer jede Maßnahme, den Mangel an Facharbeitern in Österreich nachhaltig zu beheben, vermissen, so Kickl.

Hundstorfers Garantie, dass die Löhne in Österreich, als Schutz vor Verdrängung, nicht unterschritten würden, sei naiv, so Kickl, denn dies sei schwer zu kontrollieren und zudem sei das Lohnniveau in Österreich für viele Arbeitnehmer und Arbeitslose aus den neuen Ländern, die in Pendlerdistanz zum österreichischen Arbeitsmarkt leben würden, ein enormer Anreiz. Verglichen mit Mindestlöhnen in Slowakei, Tschechien, Polen und Ungarn seien die Gehälter in Österreich enorm hoch. Dazu kämen Sozialleistungen bis hin zur Mindestsicherung, von denen die osteuropäischen Arbeitskräfte in ihrer Heimat nur träumen könnten, so Kickl.

"Die Öffnung des Österreichischen Arbeitsmarktes ist so lange zu verschieben, bis sich das Lohn- und Einkommensniveau weitestgehend angeglichen hat", forderte Kickl. Andernfalls werde man sich einmal mehr auf einer schiefen Ebene befinden, auf der Österreich draufzahlt und andere profitieren, warnte Kickl. "Hundstorfer und Co. sollen aus den Fehlern der Euro-Einführung lernen und nicht wieder das Pferd von hinten aufzäumen. Die Vorgangsweise der Regierung ist ein Pokerspiel mit hohem Risiko, das die österreichischen Arbeitnehmer tragen", so Kickl, der Hundstorfer mit dieser Einstellung, in der Tradition jener Gewerkschafter sieht, die die eigene Streikkasse beim "Klassenfeind" verpfändet hätten.

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