SOS Mitmensch: Defizit in Sachen Menschenrechtsbewusstsein bei der Wiener Polizei

Nach den vom "Profil" berichteten Rassismus- und Übergriffsvorwürfen ortet SOS Mitmensch gravierende Versäumnisse bei der Polizei

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "Profil" hat von
schwerwiegenden Vorwürfen gegen die Wiener Polizei berichtet. Es geht um rassistische Beschimpfungen und körperliche Übergriffe zu denen es bei einem Polizeieinsatz im Tanz-Cafés "Congo" gekommen sein soll. Während die Pressestelle der Wiener Polizei betont, alle Vorwürfe würden überprüft, weist SOS Mitmensch auf systematische Versäumnisse bei der Polizei hin.

"Wir haben uns auf der Homepage der Wiener Polizei umgesehen. Nirgendwo findet sich eine Aussage zu Rassismus oder zur Frage des diskriminierungsfreien Umgangs mit Menschen.", sagt Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. "Auch dort, wo es um die Neuaufnahme von Polizistinnen und Polizisten geht, fällt eines sofort ins Auge", so Pollak: "Es findet sich auf keiner der Informationsseiten ein Satz, der klar macht, dass Personen mit rassistischen Einstellungen im Polizeidienst nichts verloren haben."

SOS Mitmensch fordert von den Verantwortlichen in der Polizei ein öffentliches Bekenntnis zu Menschenrechten. Die Ablehnung jeder Form von Diskriminierung muss ein Eckpfeiler der Polizeiarbeit sein. "Eine Exekutivbehörde, bei der die Wahrung und der aktive Schutz der Menschenrechte nicht allerhöchste Priorität hat, wird immer wieder Vorfälle produzieren, in denen die Würde von Menschen verletzt und damit auch die Glaubwürdigkeit der eigenen Institution und unserer Demokratie als Ganzes untergraben wird.", betont Pollak.

Rückfragen & Kontakt:

SOS Mitmensch
mail: apo@sosmitmensch.at
Tel +43 680 200 26 05

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SMM0001