FPÖ: Winter: Schakfeh verharmlost brutale Christenverfolgungen

IGGiÖ-Präsident bezeichnet systematische Unterdrückung als lokale Alltagsstreitigkeiten

Wien (OTS) - Als üble und unwürdige Verharmlosung bezeichnet die steirische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter die jüngste Mitleidsbekundung des Präsidenten der Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Anas Schakfeh, zum brutalen Silvestermassaker an koptischen Christen in der ägyptischen Küstenstadt Alexandria. Ein islamistischer Selbstmordattentäter des Terrornetzwerks Al-Kaida riss dort 21 Besucher der Neujahrsmesse in den Tod, mindestens 79 Menschen wurden verletzt.

Schakfeh äußerte auf der Internetseite der Islamischen Glaubensgemeinschaft zwar Kritik an dem "mörderischen Anschlag", verharmloste im selben Atemzug aber die wiederholten Fälle von brutaler Christenverfolgung in Ägypten als "lokale und meist aus dem Alltag resultierende Streitereien". "Eine Mitleidsbekundung zu solch einem grauenvollen Massaker nur alibihalber abzugeben, ist schon ein starkes Stück. Besonders dann, wenn die eigentliche Geisteshaltung wenige Sätze später klar zum Ausdruck kommt", so die FPÖ-Abgeordnete an Schakfeh. Damit reduziere der Präsident die systematische Unterdrückung der Kopten nämlich auf simple Alltagsstreitigkeiten.

Dass sich die indigene christliche Bevölkerung Ägyptens seit den 80er-Jahren immer wieder gegen steigende Gewalt durch intolerante Muslime wehren müsse, werde von Schakfeh mit keinem Wort erwähnt. Kopten seien zwar verfassungsmäßig gleichberechtigte Bürger der Arabischen Republik Ägypten, in der Realität erfahren sie aber das Schicksal einer religiösen Minderheit. Koptische Frauen und Mädchen werden entführt und regelrecht zwangsislamisiert, Kirchen können nur schwer errichtet oder renoviert werden. Wiederholt gibt es gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Kopten, die zum Massenexodus führen. In den letzten Jahrzehnten verließen 1,5 Millionen Kopten ihr Heimatland.

"Im religiös motivierten Feldzug gegen eine der ältesten christlichen Glaubensgemeinschaft sind Verharmlosungen, Verfälschungen und Verleumdungen offenbar ein probates Mittel. Dass sich auch österreichische Vertreter anerkannter Religionsgemeinschaften annähernd auf die Stufe von ägyptischen Fundamentalisten stellen, die bestimmte Weltreligionen am liebsten ausgelöscht sehen würden, ist besonders verwerflich", kritisiert Winter. Gerade die aufgeklärte abendländische Kultur verlange eine besonders scharfe Kritik an solchen Massakern.

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