Schatz zu Arbeitsmarktdaten: Arbeit schützt nicht vor Armut

Hochgejubelte Beschäftigungszahlen verschleiern Probleme

Wien (OTS) - "Auf den ersten Blick erwecken die steigenden Beschäftigungszahlen den Eindruck, der Arbeitsmarkt würde sich konstant erholen. Dabei wird aber völlig außer Acht gelassen, dass eine Vielzahl der neu entstandenen Jobs nur Teilzeitbeschäftigungen in Niedriglohnbranchen sind, von denen man nicht leben kann. Dieses Problem sollte Sozialminister Hundstorfer in Angriff nehmen, statt Monat für Monat über die Realität verschleiernde Statistiken zu jubeln," so Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten.

"Dass es keinerlei Anlass gibt, sich auf Basis solcher Daten zufrieden zurückzulehnen zeigt auch der jüngste Einkommensbericht. Die Einkommen genau jener Menschen, die von eben diesem Teilzeitboom in den Niedriglohnsektoren betroffen sind, gehen in den letzten Jahren konstant zurück! Die Zahl jener Menschen in Österreich, die vom Einkommen ihrer Arbeit nicht mehr leben können steigt von Jahr zu Jahr. Was hilft ein Beschäftigungswachstum, wenn nur macjobs dadurch entstehen? Der Bundesminister sollte endlich in Richtung Mindestlohngesetz und Arbeitszeitverkürzung arbeiten," fordert Schatz abschließend.

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