Tumpel: Arbeitsmarkt-Probleme offensiv angehen

Wien (OTS) - Mit rund 363.000 Arbeitsuchenden (rund 302.000 registrierte Arbeitsuchende und knapp 61.000 in Schulungsmaßnahmen des AMS) setzt sich der rückläufige Trend auch im Dezember fort (rund 18.000 weniger gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr). "Das Jahr 2010 war also geprägt von einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Konjunktur- und Beschäftigungspakete haben gegriffen," so AK Präsident Herbert Tumpel. "Aber wir brauchen weiterhin auch eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Wir müssen noch mehr auf Qualität setzen, wir müssen zielgenau dort ansetzen, wo die besonderen Probleme liegen: bei den Älteren und bei jenen, die von Invalidität bedroht sind und bei jenen, für deren Qualifikation es keine Arbeitsplätze gibt." Tumpel fordert in diesem Zusammenhang einen Umstieg in der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu mehr echten Schulungsmaßnahmen und weg von den Aktivierungsmaßnahmen. Ältere Arbeitssuchende und die sogenannten Langzeitbeschäftigungslosen haben häufig auch gesundheitliche Probleme. Darauf müssen AMS, AUVA, Gebietskrankenkassen, die Pensionsversicherungsanstalt und die Krankenversicherungen bei der Betreuung und Unterstützung stärker eingehen und die mit dem neuen Arbeit-und-Gesundheit-Gesetz geschaffenen Möglichkeiten aktiv nutzen. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt ermutigt auch viele Frauen, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu suchen. Sie müssen jetzt aktiv unterstützt werden. Dazu braucht es spezielle Programme und den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung.
Die Wirtschaftsprognosen für 2011 lassen hoffen, dass die derzeitige positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiter anhält. Tumpel erwartet sich von der Regierung, dass die angekündigten Offensivmaßnahmen in den Bereichen Bildung, Forschung und thermische Sanierung rasch in Angriff genommen werden. "Aber auch andere wichtige Zukunftsbereiche dürfen nicht vergessen werden", so Tumpel. Er fordert den weiteren Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und Investitionen im Pflegebereich: "Wir brauchen diese Investitionen. Das sichert und schafft Arbeitsplätze."

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
0664 845 42 00
ute.boesinger@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001