- 09.09.2010, 12:35:46
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Sicherheitsverdienstpreise 2009 für Niederösterreich vergeben (1)
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und Niederösterreichische Versicherung zeichnen zum 34. Mal herausragende Leistungen von Polizei und Zivilpersonen aus
Wien (OTS) - Der Sicherheitsdirektor für Niederösterreich, Hofrat
Dr. Franz Prucher, der Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank
Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien), Mag. Erwin Hameseder, und der
Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung, Dr. Hubert
Schultes, haben am Donnerstag, 9.9. 2010 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Exekutive und engagierte und couragierte
Zivilpersonen im Raiffeisen Forum in Wien mit den
Sicherheitsverdienstpreisen 2009 ausgezeichnet.
49 Frauen und Männer wurden für ihren Einsatz für die Sicherheit
in Niederösterreich mit Urkunde und einer finanziellen Anerkennung
geehrt. Der Sicherheitsverdienstpreis 2009 ist von der RLB NÖ-Wien
und der Niederösterreichischen Versicherung mit insgesamt 8.000,-
Euro dotiert und wurde zum 34. Mal vergeben.
Prävention
Verbrechensvorbeugung durch intensive Zusammenarbeit mit
Einrichtungen des Landes NÖ. Dafür steht das Engagement von Abt.
Inspektor Andreas Bandion vom LKA.
Insbesonders mit der Kinderschutzakademie hat er eine
Schnittschnelle zu den Präventionsstellen der Polizei in allen
Bezirken hergestellt. Ähnliches gelang ihm mit der Kinder- und
Jugendanwaltschaft NÖ. Zur Vorbeugung von Gewalttaten trägt auch der
von ihm initiierte Schulterschluss zwischen polizeilicher Prävention
und der Fachstelle für Gewaltprävention bei. Als Mitarbeiter des LKA
hat er in diesem Jahr zu einer strategischen Neuheit beigetragen.
Einbruchsopfern werden gezielt kostenlose Empfehlungen übergeben,
damit sie nicht neuerlich zu Opfern werden
Eine besondere Form der Prävention, die leisten jene zehn
Mitarbeiter des Stadtpolizeikommandos Schwechat, die ebenfalls mit
dem Sicherheitsverdienstpreis ausgezeichnet wurden.
Bezirksinspektor Johann und Gruppeninspektoren Robert Gailer, Bruno
Kambach, Rudolf Krakhofer, Josef Mossier, Kurt Schlögl, Walter
Tschach sind Freiwillige mit der Bezeichnung SKO -
Sprengstofffachkundige Organe - . Sie sind die ersten, die bei
verdächtigen Gepäckstücken am Flughafen Wien Schwechat, beim
Auffinden von Granaten und anderen Kriegsrelikten, oder bei
Bombendrohungen zum Einsatz kommen. An ihnen liegt es zu entscheiden,
ob z.B. ein Gepäckstück am Flughafen weitertransportiert wird, oder
in weiterer Folge der Entminungsdienst angefordert wird.
Ehrung für langjährige Verdienste
Nachhaltiges, langjähriges Engagement - das haben folgende
Ausgezeichnete gemeinsam:
Bez.Insp. Claudia Kremser. Sie leitet mit überdurchschnittlichem
Engagement die Kriminaldienstgruppe Tulln und engagiert sich neben
ihrer alltäglichen Arbeit besonders im Bereich der Aufklärung von
Sittlichkeitsdelikten.
Bezirksinspektor Wilfried Neurauter hat sich als Sachbearbeiter
beim LKA NÖ im Ermittlungsbereich Wirtschaftskriminalität besonders
ausgezeichnet.
Auch in sehr komplexen Geschäftskonstruktionen behält er den
Überblick und verfolgt mit besonderer kriminalistischer
Hartnäckigkeit und Konsequenz die Aufträge der Justiz.
Eine seiner bedeutendsten Amtshandlungen war die Aufarbeitung des
Mega-Konkurses des Großunternehmens LIBRO AG. 49 Hausdurchsuchungen,
80.000 relevante Ordner aus der Buchhaltung einige Tera-Byte
relevante EDV Daten - der nun mehr gerichtsanhängige Gesamtschaden:
232 Mio Euro.
Im Fremdenpolizeilichen Referat der Bundespolizeidirektion Wr.
Neustadt versehen Amtsdir. Paul Hammer und Eva-Maria Dittrich ihren
Dienst. Beide leisten durch ihre herausfordernde Arbeit einen
wesentlichen Beitrag zu einem effizienten Vollzug des Fremdenrechtes
bei straffällig gewordenen ausländischen Staatsbürgern.
Ebenfalls mit dem Sicherheitsverdienstpreis für NÖ 2009 wird
Chefinspektor Franz Steinböck von der Sicherheitsdirektion NÖ
ausgezeichnet. Sein unermüdlicher Einsatz und Ehrgeiz wird von seinen
Kollegen und Vorgesetzten besonders geschätzt. Zu seinem
Aufgabengebiet zählen u.a. die Bereiche Abgängige und
Identifizierungen, Ziel- und Sonderfahndungen, überregionale
Fahndungskoordinierung und internationale Fahndungen.
Gruppeninspektor Wolfgang Gric hat sich bei einem besonders
spektakulären Fall von Juwelenraub Verdienste erworben. Zwei
Juwelenhändler wurden auf einer Tankstelle an der Westautobahn Opfer
einer Diebsbande. Gruppeninspektor Gric hat aufgrund der Anzeige die
Ersterhebungen und die erforderliche Tatortbearbeitung durchgeführt.
Er hat dann den Tätern noch vier weitere Taten nach demselben Muster
in Österreich nachweisen können und es ist im gelungen die Namen der
Täter zu ermitteln und diese zur Anzeige zu bringen.
Einsatz gegen Jugendkriminalität
Einer 12 köpfigen Bande im Alter zwischen 15 und 20 Jahren im Raum
Mistelbach haben Revierinspektor Franz Schreiber und Rev.Insp. Franz
Hipfinger das Handwerk legen können. Die Palette der Straftaten
reichte von Einbrüchen in KFZ, Jugendheime, Geschäftslokale,
Gasthäuser bis hin einer kleinen Cannabisplantage. 70 Einbrüche,
Diebstähle und Sachbeschädigungen mit einem Gesamtschaden von ca.
80.000 Euro.
Seit 30 Jahren verrichtet Gruppeninspektor Franz Pöcksteiner auf
der Polizeiinspektion Melk seinen Dienst. Er hat sich intensiv in der
Bekämpfung der Jugendkriminalität und der Gewalt- und Suchtprävention
verdient gemacht. Herausragend ist die Aufklärung einer
Brandanschlagsserie in Melk und im Jahr 2009 die Aufklärung von
mehreren Erpressungen im Schülermilieu.
Gruppeninspektor Werner Schießl und Gruppeninspektor Leopold Mayer
von der Polizeiinspektion Mank und der Gemeindebedienstete Franz
Fuchs aus Kilb haben dazu beigetragen dass sechs jugendliche
Straftäter ausgeforscht und verhaftet werden konnten. Franz Fuchs hat
den Beamten ein ihm verdächtig erscheinendes Fahrzeug gemeldet und
die sofortige Fahndung hat dann zur Festnahme von zwei Tätern bzw.
weiteren Erhebungen und Festnahmen geführt.
Vom Bezirkspolizeikommando Korneuburg wurden ausgezeichnet
Gruppeninspektor Erich Taglieber und Revierinspektor Bernhard Scharf.
Sie haben Sachbeschädigungen durch Graffiti im Raum Korneuburg, sowie
in Deutsch Wagram einen Einbruchdiebstahl in einem Schulsportgelände
aufgeklärt.
Gruppeninspektor Gerd Feichtinger ist seit zwei Jahren als
Kriminalbeamter in der PI Waidhofen/Ybbs tätig. Er engagiert sich
besonders im Bereich der Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität. Fast
im Alleingang hat er 86 Anzeigen im Jahr 2008 und 99 Anzeigen im Jahr
2009 der Staatsanwaltschaft übermittelt. Sein besonderes Engagement
wirkt bei den Jugendlichen in der Region langfristig präventiv, sind
seine Vorgesetzten überzeugt. Daher wurde auch er mit dem
Sicherheitsverdienstpreis NÖ ausgezeichnet.
Veruntreuung und Diebstahl
Umfangreiche Ermittlungen haben Beamte in zwei Fällen von
Veruntreuung und Diebstahl durchgeführt. Angestellte haben ihre
Unternehmen durch Veruntreuung und Unterschlagung geschädigt.
Bezirksinspektor Werner Koppensteiner und Insp. Sandra Mader von
der PI Hinterbrühl haben gegen den ehemaligen Lagerleiter eines
Autohauses in Gießhübl ermittelt. Ihm wird vorgeworfen während seiner
zehnjährigen Tätigkeit der Firma Ersatzteile im Gesamtwert von mehr
als 818.000,-- Euro gestohlen zu haben. Sieben Abnehmer in
Österreich, drei Firmen im Ausland und eine weitere in Österreich
konnten ausgeforscht werden, fünf Personen wurden wegen Hehlerei zur
Anzeige gebracht, der Haupttäter wurde festgenommen.
In der PI Perchtoldsdorf arbeiten BezInspektor Christina
Jaklitsch, Gruppeninspektor Harald Braunsteiner und Inspektor Mario
Schindlauer.
Sie haben die Anzeige einer Autoteile Firma in Perchtoldsdorf
bearbeitet. Der Verdacht Mitarbeiter der Firma stehlen und veräußern
KFZ Teile aus dem Lager.
Nach umfangreichen monatelangen Erhebungen, der Auswertung von
Videomaterial - 80.000 Videokassetten - mehreren Hausdurchsuchungen
in Wien und Niederösterreich konnten neben den sechs
Hauptverdächtigen, über 30 Täter wegen Hehlerei ausgeforscht und
angezeigt werden. Die von der Firma bekanntgebene Schadenssumme
beläuft sich für die Jahre 2005 bis 2008 auf 1,7 Mio Euro.
Brand aus in Horn
Thomas Nichtawitz ist Gemeindebediensteter in Gars am Kamp und
Kommandant der örtlichen FF. Am 23. Dezember um 13.44 wird er vom
Geschäftsleiter des Einkaufszentrums angerufen und informiert, dass
aus dem Modezentrum Brandgeruch wahrgenommen wird. Nichtawitz läuft
sofort die 100 m zum Modezentrum, bemerkt starke Rauchentwicklung in
der Auslage, alarmiert telefonisch sofort die FF Gars am Kamnp und
Thunau, schnappt sich einen Pulverfeuerlöscher, dringt allein zum
Brandherd vor - und es gelingt ihm den Brand zu löschen.
Durch Brand und Rauchentwicklung entsteht trotzdem ein Sachschaden in
der Höhe von 650.000,-- Euro. Der Großbrand, der durch sein beherztes
und rasches Einschreiten zweifellos verhindert worden ist, hätte
einen Schaden in Millionenhöhe zur Folge gehabt.
Lebensrettung auf den Bahngeleisen
Lebensrettung unter besonders gefährlichen Umständen in zwei
Fällen - durch eine Krankenschwester und drei junge Männer der FF -
wurde ebenfalls mit dem Sicherheitsverdienstpreis für
Niederösterreich ausgezeichnet.
Tanja Holzer aus Grimmenstein beobachtet am 3. Dezember 2009 wie
ein 83 jähriger Pensionist mit seinem PKW die Aspanglinie überquert
und vermutlich aufgrund eines Blackouts irrtümlich auf den
Gleiskörper einbiegt. Sein PKW bleibt nach wenigen Metern auf den
Gleisen hängen. Frau Holzer meldet sofort über Notruf den Vorfall,
damit kann via ÖBB - Notruf der Zugverkehr im Bereich der
Eisenbahnkreuzung unverzüglich angehalten werden.
Tanja Holzer bringt weiters den Lenker und dessen gehbehinderte
Gattin aus dem Auto unverletzt in Sicherheit und wartet auf das
Eintreffen der Einsatzkräfte.
Ähnliches ist bereits rund ein halbes Jahr vorher in Himberg
geschehen. Hier war ein Mann stark alkoholisiert unterwegs, landete
auch auf den Geleisen - und zu seinem Glück waren drei junge Männer
in der Nähe. Alexander Kehr, Markus Steinberger und Peter Essbüchl
von der FF Himberg ziehen den Mann rechtzeitig aus dem Wagen bevor
ein Zug das Auto in einen Schrotthaufen verwandelt.
Polizei braucht kompetente Partner
Partner in den unterschiedlichsten Bereichen und Einrichtungen
sind für die Exekutive unverzichtbar.
DI Dr. Hiltigund Schreiber war seit 1994 in ihrer Tätigkeit als
Diözesankonservatorin der Erzdiözese Wien und Leiterin des Referates
für kirchliche Kunst und Denkmalpflege wesentliche Verbündete der
Exekutive im Schutz von Kunst im Kirchenraum. Als 2003 von der
Exekutive ein merklicher Anstieg von Kunstdiebstählen aus Kirchen in
Niederösterreich verzeichnet werden musste, war Dr. Schreiber die
treibende Kraft für Prävention und Identifizierung von gestohlenen
Kunstwerken.
Bezirkshauptmann Dr. Karl Gruber ist für die Exekutive im Raum
Gänserndorf ein wichtiger Partner. Insbesonders sind seine Direktiven
wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung des Assistenzeinsatzes in
diesem Teil von Niederösterreich.
Bezirkshauptmann Dr. Karl Gruber koordiniert perfekt die
Zusammenarbeit zwischen Bezirkshauptmannschaft, Polizei und
Bundesheer, so die Einschätzung der Verantwortlichen in der
Sicherheitsdirektion - deshalb wurde auch er mit dem
Sicherheitsverdienstpreis ausgezeichnet.
Ebenfalls ausgezeichnet wird Gaston Gneth aus Tulln. Er besitzt
dort eine Sicherheitsfirma und zeichnet sich durch vorbildhafte
Kooperation mit der Exekutive aus. Durch sein Engagement konnten in
Zusammenarbeit mit der Polizei die Vandalismusschäden im Jahr 2008
gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent reduziert werden. Und 2009
gingen die Sachbeschädigungen nochmals um 30 Prozent zurück. Gaston
Gneth, das wissen die Kollegen von der Polizei, ist oft persönlich am
Wochenende nächtelang persönlich im Einsatz.
Banküberfall und Einbruch vereitelt
Gruppeninspektor Josef Kmosko und Revierinspektor Karl Fritz vom
Bezirkspolizeikommando Mistelbach waren am 29. März 2009 in der PI
Drasenhofen als um 14.22 die Verständigung über die Alarmauslösung
bei der örtlichen Raiffeisenbank eingeht.
Mit dem Dienstwagen fahren sie sofort zur Bank, nähern sich aber
von der Rückseite und parken den Streifenwagen 20 Meter vom Gebäude
entfernt. Hintereinander rücken sie mit gezogener Waffe zum ersten
Fenster vor. Beim Blick in die Bank wird zuerst nichts Ungewöhnliches
wahrgenommen. Trotzdem bleiben die Beamten vorsichtig und rücken
langsam in den Vorraum der Bank vor. Plötzlich kommen aus dem
Schalterraum zwei Männer, schnell werden die beiden entwaffnet,
Handfesseln werden angelegt und die Beute wird sichergestellt.
Johannes Schmid aus Obersdorf hat als Privatperson im Oktober 2009
einen Einbrecher auf frischer Tat ertappt und überwältigt.
Er kommt am Abend des 21. Oktober nach Hause, als er im Hof einen
Einbrecher wahrnimmt. Der flüchtet in ein Nebengebäude, Schmid
verfolgt den Einbrecher und wird von dem Mann mit einer
Alu-Schneeschaufel attackiert, er greift nach einem Heurechen, kann
den Täter überwältigen, am Boden fixieren und nun über Notruf seine
niederösterreichischen Kollegen verständigen, denn Schmid ist
Polizeibeamter in Wien.
Aufmerksame Zivilpersonen
Weitere Zivilpersonen, die mit ihren Wahrnehmungen der Exekutive
zu Fahndungserfolgen verholfen haben und mit dem
Sicherheitsverdienstpreis für Niederösterreich ausgezeichnet wurden.
Peter Pusitz aus Mödling beobachtet am 8. Mai gegen 3 Uhr von
seiner Wohnung aus, dass bei einem Nachbarhaus ein Mann eine Scheibe
einschlägt und in das Haus klettert. Pusitz verständigt die Polizei.
Geht ins Freie, verfolgt den Einbrecher der mittlerweile wieder auf
der Straße ist, gibt der Polizei immer wieder den neuen Standort
durch, die Polizei kann kurz darauf den Einbrecher festnehmen.
Bernhard Pötsch war am 17. Oktober 2009 am Parkplatz des
Einkaufszentrums in Horn-Frauenhofen. Vom Sportgeschäft hört er den
piepsenden Kassenalarm und bemerkt gleichzeitig einen jungen Mann der
quer über den Parkplatz läuft - in der Hand trägt er eine volle
Plastikeinkaufstasche. Herr Pötsch nimmt die Verfolgung auf, und
beobachtet, dass der Mann in eine dunkelgrüne Limousine mit
rumänischem Kennzeichen steigt. Pötsch notiert das Kennzeichen, eilt
zum Sportgeschäft zurück und kann der Polizei seine Beobachtungen und
das Kennzeichen mitteilen. Im Rahmen der Großfahndung kann zwei
Stunden später das Fahrzeug angehalten, - und die Täter - es sind
drei festgenommen werden - im Wagen konnte Diebsgut im Wert von über
3.000 Euro sichergestellt werden.
Peter Durstberger hat am 10. September gegen 0:20 Uhr in
Perchtoldsdorf den Einbruch in eine Trafik beobachtet. Auch er
informiert sofort über Notruf die Exekutive - es sind sieben
Jugendliche die kurz darauf in einem PKW flüchten. Durstberger kann
durch seine Hinweise dazu beitragen, dass das Fluchtfahrzeug kurze
Zeit später gefunden wird. Die Auswertung der Spuren am Tatort und im
Fluchtfahrzeug führen innerhalb der nächsten drei Monate zur
Ausforschung von insgesamt neun Tätern. 60 Delikte - u.a. Einbrüche
und Raubüberfälle konnten nachgewiesen werden.
Ing. Thomas Klauser hat durch seine Beobachtung dazu beigetragen,
dass die Exekutive in der Fahndung nach einer europaweit agierenden
kriminellen Vereinigung einen wesentlichen Schritt weitergekommen
ist.
Er hat am 10. Dezember gegen 21.15 Uhr im Siedlungsgebiet von
Guntrams einen geparkten VW Passat mit britischem Kennzeichen
registriert. Weil ihm das Fahrzeug verdächtig erscheint, macht er mit
seinem Handy ein paar Fotos und verständigt die PI Schwarzau am
Steinfeld. Die Überprüfung durch die zuständigen Beamten ergibt aber
vorerst keine Verdachtsmomente für die Polizei.
Nur wenige Stunden später wird allerdings in Loipersbach ein
Einbruchdiebstahl registriert. Drei neuwertige Wohnmobile und zwei
PKW der Marke Mercedes werden gestohlen - Gesamtschaden 400.000,--
Euro.
Die Erhebungsbeamten stellen nun eine Verbindung zwischen der
Wahrnehmung von Ing. Klauser und dem Einbruchdiebstahl hergestellt,
die weiteren Ermittlungen bestätigen diese Verbindung und damit gibt
es weitere Puzzlesteine im Kampf gegen diese internationale
kriminelle Gruppe.
Ein Autokennzeichen spielt auch bei Aufklärung eines Doppelmordes
und Mordversuches in Pachfurth eine große Rolle. Mittlerweile ist der
Täter gefasst und verurteilt worden.
Das das möglich war, dafür haben zwei Frauen in Wien einen
wesentlichen Puzzlestein geliefert. Marion Zvoncsits und ihre Tochter
Carolina haben nämlich einen Tag vor der Tat in Pachfurth im 23.
Wiener Gemeindebezirk einen weißen Peugeot 205 mit zwei Insassen
wahrgenommen, deren Verhalten ihnen irgendwie verdächtig vorgekommen
ist. Nachdem beide wussten, dass in dieser Gegend in der Zeit davor
immer wieder Einbrüche verübt worden sind, verständigten die beiden
die Polizei. Bei der Lenker und Fahrzeugskontrolle wird nichts
Verdächtiges festgestellt.
Nach dem Doppelmord in Pachfurth und der eingeleiteten Fahndung
nach dem weißen Peugeot aus Pachfurth bringen die Wiener Beamten
jedoch die Fahrzeugkontrolle aus dem 23. Bezirk mit dem Mord in
Verbindung, kann der bulgarische Täter in seiner Heimat festgenommen
werden. Vor kurzem ist er im Landesgericht Korneuburg zu einer
lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ohne Marion und
Carolina Zvoncsits wäre das wohl kaum möglich gewesen.
Rückfragehinweis:
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG , Öffentlichkeitsarbeit, Peter Wesely, Tel. (05) 1700-93004 e-mail: [email protected] Die Niederösterreichische Versicherung Dr. Karl Heller, Tel. (01) 313 70-363 e-mail: [email protected] NÖ Sicherheitsdirektion Hofrat Dr. Franz Prucher, Tel. 0 2742 207-6000, e-mail: [email protected]
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