- 09.09.2010, 11:12:12
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Stopp der "Fohlenzucht für den Schlachter"
Laaben (OTS) - Mit dem Beginn der Fohlenauktionen der Pferderassen
Haflinger und Noriker - morgen Freitag, 10. September, findet die
jährliche Versteigerung in Stadl Paura statt - startet ANIMAL SPIRIT
heute eine Online-Petition an Landwirtschaftsminister Niki
Berlakovich sowie an die Pferdezuchtverbände, mit der "Fohlenzucht
für den Schlachter" endlich Schluß zu machen. Denn wie jedes Jahr
werden auch heuer wieder einige Tausende "Schlachtfohlen", v.a.
Haflinger und Noriker, von Österreich oder Süd-Deutschland nach
Italien gekarrt, weil sie keinen privaten Abnehmer finden, der sie
als Reit-, Wander-, Wagen- oder Wirtschaftspferd einsetzen würde.
Noch immer glauben einzelne ZüchterInnen, mit der jährlichen
Deckung der Stuten dieser Rassen das große Geld machen zu können;
angespornt dazu werden sie u.a. durch Deckprämien der Zuchtverbände,
durch die AMA-Förderungen und die unverhohlene Propaganda einzelner
Verbands-Funktionäre, mehr Fohlenfleisch zu "produzieren" bzw. zu
essen. Dennoch landen immer noch zwischen 80 und 90 % dieser sinnlos
"produzierten" Fohlen nach einem Horrortransport über hunderte
Kilometer in italienischen Mastanlagen und anschließend auf den
Tellern italienischer "Gourmets". Auktionen wie z.B. die
Hengstfohlenversteigerungen in Maishofen zeigen, daß sich praktisch
nur noch "Viehhändler" die Preise untereinander ausmachen und diese
daher teilweise schon im Keller sind: "Schlachtkilo"-Preise von
gerade mal einem Euro sind keine Seltenheit!
Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT, der morgen
wieder in Stadl Paura sein und versuchen wird, möglichst vielen
Fohlen das Leben zu retten, dazu: "Die direkten Gespräche zwischen
Tierschutz-Organisationen und VertreterInnen der Zuchtverbände in den
letzten Jahren haben zumindest ansatzweise Verbesserungen der
Situation der Tiere auf den Fohlenmärkten gebracht. Aber die
jährlichen, nicht kleiner werdenden Fohlenzahlen beweisen, daß die
Züchterei "auf Teufel komm raus", großteils für das "Rösslfleisch",
nach wie vor gegeben ist. Wir fordern daher den verantwortlichen
Landwirtschaftsminister Berlakovich sowie die Zuchtverbände dringend
auf, diesem jährlichen Martyrium endlich ein Ende zu setzen!"
Die wichtigsten Forderungen der TierschützerInnen:
- Keine Pferdezucht für das Schlachthaus!
- Stopp den Langstrecken-Pferdetransporten!
- Verschärfung der Richtlinien für die Zucht der Haflinger und
Noriker - im Sinne einer qualitativ hochwertigen,
verantwortungsvollen und tierleidfreien Zucht (Verbot von
Qualzuch-ten!) für den Freizeitpferdemarkt (als Reit-, Wagen-,
Wander- und Wirtschaftspferd); ggf. Ausschluß einzelner
unverantwortlich agierender Züchter!
- Abschaffung der Förderung für die jährliche "Fohlen-Produktion":
Änderung der Förderungspolitik im Sinne der Gesundheit für die Stuten
und Fohlen (jährliches Decken abschaffen, Mindestalter für das erste
Decken: drei Jahre).
- Artgerechte Haltungsbedingungen, artgerechte und artspezifische
Aufzucht und Ausbildung, bedarfsgerechte Pferde- und Fohlenfütterung,
tierärztliche Kontrollen (Trächtigkeit, Entwurmung, Hufe, etc.);
Verbot der Einzelhaltung.
- Rigorose Einhaltung der Tierschutzbestimmungen (kein Verkauf von
kranken, nicht entwurmten oder verletzten Tieren, Versorgung mit
Wasser und Futter, etc.); Überwachung durch unabhängige und
fachkundige Kontrollorgane bzw. TierschützerInnen!
Diese und weitere Forderungen können in der Petition auf
www.animal-spirit.at unterschrieben werden. Wir werden die
gesammelten Unterschriften noch im heurigen Herbst an den zuständigen
Landwirtschaftsminister bzw. die verantwortlichen Zuchtverbände
übergeben.
Rückfragehinweis:
Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
Tel.: +43 (0)676 708 24 34
mailto:[email protected]
http://www.animal-spirit.at
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