- 07.09.2010, 11:46:03
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Häupl: Wien investiert in seine Zukunft!
Brauner: Wachstumsschub durch Investitionen - Ludwig: Wiener Wohnbau schafft 23.000 Arbeitsplätze
Wien (OTS) - Wien hat mit einem Konjunkturpaket in Höhe von 700
Millionen Euro, einer Wohnbauanleihe mit einem Volumen von 200
Millionen Euro und zahlreichen arbeits- und wirtschaftspolitischen
Aktivitäten der Krise die Stirn geboten. "Kein Bundesland hat sich
2009 beim Wirtschaftswachstum so gut gehalten wie Wien. Kein
Bundesland konnte der Arbeitslosigkeit 2009 so stark Einhalt gebieten
wie Wien. Aber die Krise ist noch nicht vorbei. Unseren erfolgreichen
Wiener Weg gehen wir am Sprung ins neue Jahrzehnt mit einer
milliardenschweren Investitionsoffensive weiter", erklärten
Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner und Vizebürgermeister Dr.
Michael Ludwig heute Dienstag im Rahmen des Mediengesprächs des
Bürgermeisters. "Nur eine Stadt, die investiert, ist dynamisch und
hat eine gute Zukunft. Für die Wienerinnen und Wiener bringt das
Arbeitsplätze. Für die Wiener Klein- und Mittelbetriebe Aufträge. Und
mit den hohen Investitionen verfolgen wir das ehrgeizige Ziel, dass
wir auch in den nächsten Jahren weltweit die Stadt mit der höchsten
Lebensqualität bleiben. Denn alle Projekte der Investitionsoffensive
sind nicht Selbstzweck, sondern wichtig für das alltägliche Leben der
Wienerinnen und Wiener und wichtig für Wien als
Wirtschaftsdrehscheibe", so Brauner und Ludwig unisono.
Städtische Unternehmen investieren 2011/12 2,5 Milliarden Euro
Alleine die Wiener Stadtwerke und die Wien Holding investieren in
den nächsten Jahren mehrere Milliarden in und für Wien. Für die Jahre
2011 und 2012 bedeutet das ein gemeinsames Investitionsvolumen von
ca. 2,5 Milliarden Euro. "Die Wiener Stadtwerke werden bis 2014 rund
4,4 Milliarden Euro für Investitionen aufbringen - das entspricht in
etwa dem gesamten Budgetvolumen der Stadt Graz innerhalb von fünf
Jahren. Die Unternehmen der Wien Holding werden bis 2012 fast 500
Millionen Euro in die Hand nehmen, mit ihren Partnern ist es sogar
ein Volumen von 800 Millionen Euro. Das wird einen Wachstumsschub
auslösen und der sich vorsichtig besser entwickelnden Konjunktur
weiter auf die Sprünge helfen", so Vizebürgermeisterin
Finanzstadträtin Mag.a Renate Brauner zur Dimension der
Investitionsoffensive alleine in den städtischen Unternehmen.
Konjunkturmotor Wohnbau- und Sanierungsförderung
Mittel, die über die Wiener Wohnbauförderung bereitgestellt
werden, lösen - bezogen auf die reinen Baukosten - Investitionen in
mindestens dreifacher Förderhöhe aus. Die Stadt Wien ermöglicht somit
alleine im Jahr 2010 in den Bereichen Neubau und Sanierung mit einem
Fördervolumen von rund 473 Millionen Euro ein Bauvolumen von 1,5
Milliarden Euro. Dies stellt eine enorme wirtschaftspolitische und -
aufgrund der Beschäftigungsintensität des Wohnbaus insbesondere in
der Sanierung - bedeutsame arbeitsmarktpolitische Investition dar.
Durch die neuen Sanierungsförderungen, die mit 15. Jänner 2009 in
Kraft getreten sind, wird die Konjunktur in Wien verstärkt
angekurbelt: "Bereits das Jahr 2009 zeigte, wie hervorragend die
neuen Förderbestimmungen angenommen werden. Aufgrund der steilen
Aufwärtskurve bei Einreichungen für besonders energieeffiziente
thermisch-energetische Sanierungen konnte die Stadt Wien im
vergangenen Jahr Förderungen für 145 Projekte mit rund 9.350
Wohnungen zusagen. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 gab es Förderzusagen
für die Thewosan-Sanierung von 125 Projekten mit rund 4.660
Wohnungen", erklärte Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig.
Durch die Förderzusagen allein im Jahr 2009 wird ein
Gesamtsanierungsvolumen von rund 201 Millionen Euro ausgelöst - bei
Fördermitteln von rund 103 Millionen Euro.
"Ein erfreulicher Trend, der sich auch heuer fortsetzt", wie
Ludwig festhielt. "Bereits im ersten Halbjahr 2010 sicherte die Stadt
Wien Fördermittel für die thermisch-energetische Sanierung von 97
Projekten mit rund 4.590 Wohnungen zu. Bei Gesamtkosten von 124
Millionen Euro unterstützt die Stadt Wien diese Thewosan-Sanierungen
mit der enormen Förderleistung von 52 Millionen Euro."
Allein im Bereich der Sanierung werden jährlich rund 5.000
Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen - und dies vor allem in
Klein- und Mittelbetrieben, die in diesem Segment verstärkt tätig
sind.
"Die hohe Anzahl der Sanierungsprojekte, die 2009 für eine
Förderung eingereicht wurden und die in naher Zukunft realisiert
werden, gewährleisten eine kontinuierliche und nachhaltige
Entwicklung, die der Wiener Wirtschaft, der finanziellen Entlastung
und verbesserten Wohnqualität der Bewohnerinnen und Bewohner und
nicht zuletzt - durch weiter reduzierte CO2-Emissionen - auch dem
Klimaschutz zugute kommen", unterstrich Ludwig.
Durch geförderte Sanierungen wird aktuell ein Bauvolumen von
jährlich 400 Millionen Euro ausgelöst. Das bedeutet 700
neue/zusätzliche Arbeitsplätze vor allem im Bereich der Klein- und
Mittelbetriebe.
Darüber hinaus werden durch umfangreiche Erhaltungs- und
Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Wiener Gemeindebauten (allein
dafür werden im Jahr 2010 mehr als 610 Millionen Euro aufgewendet)
rund 5.000 Arbeitsplätze gesichert. Dazu kommen noch rund 1.000
Arbeitsplätze, die durch Investitionen im Baubereich der MA 34 (Bau-
und Gebäudemanagement) gesichert werden.
Stadtwerke steigern Investment bis 2014 um 21 Prozent
Die Wiener Stadtwerke werden in den kommenden fünf Jahren rund 4,4
Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte investieren. Die bis 2014
gesicherten Investitionsmittel steigen um 21 Prozent im Vergleich mit
dem vorangehenden Fünf-Jahres-Zeitraum. Der Schwerpunkt liegt mit
rund 2,4 Milliarden Euro bei den Wiener Linien. Der Großteil davon -
1,4 Milliarden Euro fließt bis 2015 in den weiteren Ausbau der Wiener
U-Bahn. "Der U-Bahn-Bau sichert alleine 2010 im Schnitt etwa 7.000
Arbeitsplätze und war in den letzten beiden Jahren ein ganz zentraler
Faktor bei der Stützung der Konjunktur", so Wirtschaftsstadträtin
Brauner. Mehr als 400 Millionen Euro fließen bis 2014 in die
Modernisierung des Fahrzeugparks der Wiener Linien.
Nur mit einem hohen Investitionsaufwand kann das hohe Niveau in
der Versorgungssicherheit durch ein leistungsfähiges Netz bzw.
ausreichende Erzeugungskapazitäten im Energiebereich gewährleistet
werden. Dafür investiert Wien Energie bis 2014 rund zwei Milliarden
Euro. Allein für die Strom-, Gas- und Fernwärmenetze gibt Wien
Energie in den kommenden Jahren 1,2 Milliarden Euro aus. Davon
entfallen mehr als 600 Millionen Euro auf das Stromnetz, rund 380
Millionen auf die Fernwärme und mehr als 200 Millionen Euro auf das
Gasnetz.
Beispielhaft etwa der Bereich Fernwärme: In den kommenden zehn
Jahren sollen 50 Prozent des Raumwärmebedarfs in ganz Wien
ausschließlich mit Hilfe der umweltfreundlichen Fernwärme abgedeckt
werden. Im Bereich der Wiener Bestattung und Friedhöfe wird in den
nächsten beiden Jahren eine neue Zenrale bzw. ein KundInnen- und
Servicezentrum am Gelände des Wiener Zentralfriedhofs gebaut, der
Spatenstich erfolgte Ende August.
Nach einer WIFO/Joanneum-Research-Studie für die Wiener Stadtwerke
kommen auf eine/n MitarbeiterIn der Stadtwerke drei Arbeitsplätze in
den ausführenden Unternehmen - von klein- und mittelständischen
Handwerksbetrieben bis hin zu Großbetrieben etwa im Bereich der
Lieferung von neuen Fahrzeugen für die Wiener Linien. Die fast 16.000
MitarbeiterInnen der Wiener Stadtwerke sichern somit 62.000 weitere
Arbeitsplätze in der ganzen Ost-Region.
Wirtschaftsfaktor Wien Holding sichert 15.000 Jobs
Mit ihren 75 Betrieben investiert der Wien-Holding-Konzern von
2010 bis 2012 insgesamt 476 Millionen Euro. Viele der Projekte werden
gemeinsam mit Partnern realisiert, sodass das durch die Projekte der
Wien Holding bewirkte Investvolumen inklusive der Investitionen der
Partner bei rund 800 Millionen Euro im Zeitraum 2010 bis 2012 liegen
wird. In den kommenden Jahren realisiert die Wien Holding eine Reihe
von großen Projekten und investiert zum Beispiel in den weiteren
Ausbau des Hafen Wien wie etwa in den Hochwasserschutz für den Hafen
Albern. Unter dem Titel "Landgewinnung" im Hafen Freudenau werden
neue Flächen gewonnen. Dabei soll das Hafenbecken um 20 Prozent
verkleinert werden. Damit können 70.000 Quadratmeter Fläche für
Betriebsansiedlungen und neue Umschlaganlagen gewonnen werden. Im
Rahmen des Hafenausbauprogramms wird auch die
Straßenverkehrsinfrastruktur komplett neu gestaltet. Dazu wird die
Seitenhafenstraße verlegt und neu gebaut.
Im Immobilienbereich startet der Konzern noch heuer mit dem Bau
des Wirtschaftspark Breitensee. Auf sechs Etagen entstehen 10.000
Quadratmeter zusätzliche Fläche für Büros, Gewerbe und Handwerk. Mit
dem Projekt STAR22 in Stadlau werden auf dem ehemaligen
Betriebsgelände von Waagner-Biró zwei neue Bürogebäude errichtet. Die
Fertigstellung erfolgt bis 2013. Auch das Stadthallenbad wird nach 35
Jahren erfolgreichem Betrieb mit einem Investitionsvolumen von 17
Millionen Euro generalsaniert. Im Bereich der Technologieimmobilien
wird das Vienna Biocenter im 3. Bezirk um die Marxbox erweitert bzw.
das BOKU BioTech Zentrum oder das Vienna Life Center WHITE SPACE in
der Muthgasse ausgebaut.
Allein heuer investiert der Konzern über 166 Millionen Euro in
Projekte wie die neue Schiffstation City am Schwedenplatz, den
Hafenausbau, die Neue Therme Wien sowie zahlreiche
Immobilienprojekte. Für die Jahre 2011 und 2012 ist ein
Investitionsvolumen von 150 bzw. 160 Millionen Euro vorgesehen.
200 Millionen Wohnbauanleihe der Stadt Wien
Der geförderte Wiener Wohnbau finanziert sich im Wesentlichen
durch die Fördermittel, die von der Stadt Wien investiert werden und
durch langfristige Kredite von Spezialbanken, die den restlichen
Finanzierungsbedarf abdecken.
Während die in Summe 475 Millionen Euro Fördermittel (Wohnbau und
Sanierung, ohne Subjektförderung), die im Rahmen der Wiener
Wohnbauförderung zur Verfügung gestellt werden, auf einem sicheren
Fundament stehen, blieben die Wohnbaubanken und Bausparkassen von der
weltweiten Finanzkrise nicht unberührt. Die Langfristfinanzierung von
Darlehen am aktuellen Kapitalmarkt verzeichnete auch in Österreich
erste Einbrüche. Daher war es das Ziel der Stadt Wien, die
Finanzierungssituation im Wohnbau für alle Bereiche sicherzustellen
und für eine entsprechende, durch die Bonität der Stadt Wien,
gesicherte Refinanzierung der Darlehen zu sorgen. Wien hat deshalb
Anleihen im Ausmaß von 200 Millionen Euro begeben. Diese, mit der
Bonität der Stadt Wien gesicherten Anleihen werden von den Banken als
Basis für die Emission von Wohnbauanleihen eingesetzt.
"Alleine über diese zusätzliche konjunkturankurbelnde Maßnahme
konnte die Errichtung von rund 500 neuer Wohnungen sowie die
Sanierung von Wohngebäuden mit rund 4.500 Wohnungen angestoßen und
realisiert werden", konkretisierte Wohnbaustadtrat Ludwig die
positiven Effekte der Wohnbauanleihe.
Hohe Investitionen in die Gemeindebauten
Die Wiener Gemeindewohnungen bieten ihren BewohnerInnen hohe
Wohnqualität zu besonders leistbaren Mieten. Um diesen erfolgreichen,
jahrzehntelang beschrittenen Weg auch in Zukunft abzusichern und die
Wohn- und Lebensqualität weiter auszubauen, investiert die Stadt ganz
speziell auch in den Erhalt, die Sanierung und die Aufwertung der
knapp 220.000 Gemeindewohnungen.
184 Millionen Euro wurden 2009 für die Sanierung von
Wohnhausanlagen mit insgesamt 8.500 Wohnungen aufgewendet. Im Rahmen
der Sanierungsoffensive wird diese Leistung 2010 weiter gesteigert:
2010 investiert Wiener Wohnen die Rekordsumme von 251 Millionen Euro
in Revitalisierungsmaßnahmen von Gemeindebauten mit insgesamt 10.000
Wohnungen.
2010 werden insgesamt 90 Projekte fertig gestellt, abgewickelt
bzw. neu begonnen, die rund 19.020 Mieteinheiten umfassen und die ein
gesamtes Investitionsvolumen von Euro 468,3 Millionen Euro erfordern.
"Für die Jahre 2011 und 2012 ist der Sanierungsstart für mehr als
130 Projekten mit mehr als 16.000 Wohnungen - die Gesamtinvestitionen
dafür werden rund 430 Millionen Euro betragen - in Vorbereitung",
erläuterte Ludwig die Pläne für die nahe Zukunft.
Rückfragehinweis:
Mag. Wolfgang Hassler Mediensprecher Vbgm. Mag.a Renate Brauner Tel.: 01/4000-81845 E-Mail: [email protected] Christiane Daxböck Mediensprecherin Vbgm. Dr. Michael Ludwig Tel.: 01/4000-81869 E-Mail: [email protected]
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