• 04.09.2010, 14:10:01
  • /
  • OTS0058 OTW0058

Baumgarten: Keine Zustimmung des Bischofsvikars zum Abbruch der Kapelle

Klarstellung von Weihbischof Scharl - Betonung der Gesprächsbereitschaft

=

Wien (OTS) - Wien, 04.09.10 (PEW) Der Wiener Weihbischof Franz
Scharl hat am Samstag im Gespräch mit dem "Pressedienst der
Erzdiözese Wien" klargestellt, dass er keine Zustimmung zum Abbruch
der katholischen Kapelle im Geriatriezentrum Baumgarten erteilt hat.
Weihbischof Scharl ist als "Bischofsvikar für die Kategoriale
Seelsorge" auch für die Krankenseelsorge und damit für die Pastoral
in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zuständig. Bischof
Scharl bedauerte, dass es im Zusammenhang mit der Kapelle zu
Missverständnissen gekommen ist, die am Freitagabend sogar einen
Polizeieinsatz hervorriefen. "Wir sind selbstverständlich zu
Gesprächen bereit, aber es muss klar sein, dass es im Zusammenhang
mit dieser Kapelle auch staatsgrundgesetzliche und konkordatäre
rechtliche Fragen gibt", sagte der Weihbischof. Darüberhinaus sei zu
bedenken, dass die Kapelle nicht nur den Bewohnern und dem Personal
des Geriatriezentrums dient, sondern auch von anderen Menschen
aufgesucht wird, die dort am Gottesdienst teilnehmen. Durch den
Fortbestand einer Gottesdienstgemeinde sei ein Gewohnheitsrecht
entstanden, das zu beachten ist.

Daher gebe es die Bitte an die Verantwortlichen des Wiener
Krankenanstalten-Verbunds, den früheren Zustand bezüglich der Kapelle
wiederherzustellen, "gerade auch wenn die Kapelle im Eigentum der
Stadt Wien ist und die liturgischen Gegenstände Eigentum der
Erzdiözese Wien sind". Weihbischof Scharl: "Seit Jahrzehnten gibt es
eine gute Kooperation zwischen dem Wiener Krankenanstalten-Verbund
und der Erzdiözese Wien. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf diesem
Hintergrund auch im Hinblick auf die Kapelle im Geriatriezentrum
Baumgarten eine gute Lösung finden werden". Für die Erzdiözese sei es
aber nicht möglich, eine finanzielle Belastung für die bauliche
Erhaltung der Kapelle in Zukunft zu übernehmen.

Bischof Scharl betonte die gute ökumenische und interreligiöse
Zusammenarbeit in der Krankenseelsorge in Wien: "Im Dienst am
leidenden Menschen wissen wir, was wir gemeinsam und was wir jeweils
entsprechend unserer Glaubenstradition zu tun haben, um den
berechtigten Erwartungen der Gläubigen zu entsprechen, die ja
zugleich Bürger sind". (ende)

Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 0664/515 52 69
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | EDW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel