• 31.08.2010, 09:37:17
  • /
  • OTS0067 OTW0067

BAU!MASSIV! Nachhaltig und bedarfsgerecht: Herausforderungen für Politik und Bauwirtschaft im Wohnungsneubau - BILD

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=83&dir=201008&e=20100830_b&a=event
BAU!MASSIV! Mediengespräch: Nachhaltig und bedarfsgerecht: Herausforderungen für Politik und Bauwirtschaft im Wohnungsneubau

Wien (OTS) - BAU!MASSIV! appelliert: Der Abwärtstrend im Bausektor
darf sich nicht fortsetzen. Sparen ja, aber nicht zu Lasten des
geförderten Wohnungsneubaus. Die Wohnbauförderung ist von
unverzichtbarem Wert.

"Auch wenn angesichts eines Staatsschuldenstands von mehr als 70%
des BIP die Notwendigkeit der Sanierung des Budgets außer Frage
steht: Die Auswirkungen eines weiteren Rückgangs der Investitionen in
Infrastruktur und Wohnungsneubau wären katastrophal", warnt Dr. Carl
Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein- und keramischen
Industrie. Zunehmende Bevölkerung und steigende Lebenserwartung
verändern das Zusammenleben und den Wohnraumbedarf in Österreich. Pro
Jahr werden rund 50.000 neue Wohnungen gebraucht. Um ein harmonisches
Miteinander unserer Gesellschaft ohne Ghettobildung zu gewährleisten,
muss qualitätsvolles Wohnen auch in Zukunft für jedermann leistbar
sein.

Erfolgreiche Wohnungspolitik braucht Kontinuität

Eine Kürzung der Mittel zu Lasten des geförderten Wohnbaus
aufgrund aktueller politischer Rationalität, gefährdet langfristig
die Stabilität der Wohnungsmärkte und damit die soziale
Ausgewogenheit. "Die Wohnbauförderung muss über den derzeit laufenden
Finanzausgleich hinaus sichergestellt werden", fordert Dipl.-Ing. Dr.
Bernd Wolschner, Geschäftsführer SW Umwelttechnik Österreich GmbH und
Obmann-Stv. des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie.
"Die verstärkte Förderung der Sanierung sowie die Wohnbeihilfe dürfen
nicht zu Lasten des Neubaus gehen. Die Finanzierung eines
bedarfsgerechten Wohnungsneubaus ist unerlässlich."

Forschungsinitiative "Nachhaltigkeit massiv"

Die Stein- und keramische Industrie übt mit ihren Baustoffen
großen Einfluss auf das Baugeschehen in Österreich aus. BAU!MASSIV!,
die Lobbying- und Informations-Plattform der Hersteller mineralisch
gebundener Baustoffe, setzt sich dafür ein, dass in allen Aspekten
des Bauens, die sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte
gleichberechtigt mit Umweltfragen berücksichtigt werden. Wolschner:
"Die Förderkriterien für Neubauten müssen auf den drei Dimensionen
der sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit aufgebaut
sein. Damit der umfassende Begriff der Nachhaltigkeit zur Basis von
Gesetzen werden kann, hat der Fachverband Steine-Keramik die
Forschungsinitiative 'Nachhaltigkeit massiv' ins Leben gerufen." Ziel
ist, die Bauprodukte und -dienstleistungen technologisch
weiterzuentwickeln und die Bewertbarkeit von Gebäuden zu verbessern.
"Planer, Investoren und Förderstellen haben Bedarf an Daten, die
einfache aber korrekte #Ratings' ermöglichen", so Wolschner.

Bester Wärme-, Schall- und Brandschutz im Massivbau

Massive Baustoffe bestehen aus natürlichen mineralischen und
praktisch unbegrenzt in Österreich verfügbaren Rohstoffen wie Sand,
Kies, Ton und Lehm. Sie sind die beste Voraussetzung für gesundes und
behagliches Wohnen. Massive Baustoffe sorgen für höchste
Energieeffizienz und eignen sich hervorragend für die Errichtung von
Niedrigenergie-, Passiv- und "nearly zero energy"-Häusern. Optimaler
Schallschutz zählt zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen des
Massivhauses. Schwere, massive Decken und Wände gewährleisten
ausreichend Schalldämmung gegenüber Nachbarwohnungen. Massiv gebaute
Häuser sind auch absolut standsicher. Ausschlaggebend für eine
lebenslange Sicherheit ist vor allem die hohe Tragfähigkeit aller
Wände, Stützen und Decken. Das Brandrisiko im Wohnbau hängt
entscheidend von der Bauweise ab. Massive Baustoffe entwickeln weder
Rauch noch giftige Dämpfe und wirken als Brandstopper, von denen
keine weiteren Gefahren ausgehen, während andere Materialien selbst
zur Brandlast und zur Brandausbreitung beitragen. Jahr für Jahr
sterben in Österreich mehr als 60 Menschen an den Folgen von Bränden.
Zusätzlich richten Feuer in Gebäuden jährlich Schäden von mehr als
400 Millionen Euro an. "Wir brauchen Brandschutzvorschriften, die
stärker auf die verwendeten Baumaterialien Rücksicht nehmen", so
Wolschner.

Energiegeladen und ressourcensparend Wohnen

40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs der Europäischen Union
entfallen auf Gebäude. Sie stellen die größte Emissionsquelle Europas
dar. Dipl.-Ing. Martin Leitl, Geschäftsführer Bauhütte Leitl-Werke
GmbH und Techniksprecher des Fachverbandes der Stein- und keramischen
Industrie: "Die höchsten Kosten entstehen in der Nutzungsphase. Um
den Energie- und Sanierungsbedarf von Gebäuden künftig weiter zu
senken, braucht es durchdachte Baukonzepte. Unverzichtbar beim
nachhaltigen Bauen ist der Einsatz massiver, mineralischer Baustoffe
wie Beton und Ziegel als Wärmespeicher im Winter und natürliche
'Klimaanlage' im Sommer. Wahrer Wohnwert, maximale Zweckmäßigkeit und
reine Natürlichkeit qualifizieren die Massivbauweise ganz klar zur
Bauform der Zukunft. Sie ist dem 'Planungsziel Nachhaltigkeit' in
allen Dimensionen gewachsen." Zusätzlich weist Leitl darauf hin, dass
das Sonnenhaus, bei dem zumindest die Hälfte der Energie aus
Sonnenkollektoren kommt, trotz höherer Energieeffizienz gemäß den
derzeitigen Förderkriterien aus der Wohnbauförderung fallen könne.
"In Zukunft müssten die Förderkriterien daher die Primärenergie
berücksichtigen und nicht wie bisher allein auf den Heizwärmebedarf
abstellen", so Leitl.

BAU!MASSIV! setzt auf Nachhaltigkeit beim Bauen

Mag. Robert Schmid, Geschäftsführer Wopfinger Baustoffindustrie
GmbH und Obmann-Stv. des Fachverbandes der Stein- und keramischen
Industrie, hält das Engagement von BAU!MASSIV! zur Nachhaltigkeit
zusammenfassend fest: "Wir wollen die Nachhaltigkeit in ihrer
sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimension wissenschaftlich
untermauern und weiterentwickeln. Uns geht es auch darum, dass sich
diese umfassende Betrachtung der Nachhaltigkeit in den Regelungen
für das Bauwesen wiederfindet."

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=83&dir=201008&e=20100830_b&a=event

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

PRESSESTELLE
   martrix public relations & public affairs
   Mag. Beatrix Skias 
   Schwarzenbergplatz 5, 1030 Wien 
   [email protected] 
   Mobil: +43 664 43 42 421
   
   public affairs agency 
   Mag. Imma Baumgartner 
   [email protected]
   Mobil: +43 676 3456209
   
   KONTAKT BAU!MASSIV!
   DI Robert Stefenelli
   Fachverband der Stein- und keramischen Industrie
   Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
   [email protected]
   Mobil: +43 676 5387165
   
   Weitere Informationen unter: 
   www.baumassiv.at
   www.nachhaltigkeit-massiv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HOC

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel