Graz (OTS) - In der morgen, Mittwoch, erscheinenden Ausgabe des
steirischen Nachrichtenmagazins FRONTAL kritisiert der steirische
ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer, dass die Bundesregierung ihre
Sparpläne vor den Wahlen in der Steiermark und in Wien geheim hält:
"Ich würde mir wünschen, dass die Ministerien ihre Sparpläne auf den
Tisch legen. Dann wüssten die Wähler, was auf sie zukommt. Dazu
braucht es keine Budgetrede, das kann man auch so machen."
Sollte er die Wahlen gewinnen, will Schützenhöfer den Proporz
beibehalten und lässt Vorlieben für eine Konzentrationsregierung
erkennen: "Die Menschen wollen, dass die Parteien zusammenarbeiten.
Ich möchte das auch. Ich glaube daher, dass der Proporz sein Gutes
hat. Ich hielte angesichts unserer Probleme übrigens sogar eine
Konzentrationsregierung für angebracht."
Scharfe Absage erteilt Schützenhöfer an Sparen durch
Gemeindezusammenlegungen, wie es etwa das WIFO vorschlägt: "Die
Behauptung des WIFO, dass man Gemeinden erst ab 3500 Einwohnern
wirtschaftlich führen kann, ist ein schwerer Stumpfsinn."
Landeshauptmann Voves wirft Schützenhöfer vor, die Steiermark in
Wien nicht gut repräsentiert zu haben. "Bei den entscheidenden
Gesprächen hat er nichts erreicht. Da nutzt es nichts, wenn er über
die Medien die Wiener Politik lautstark kommentiert. Ich möchte mich
nicht überschätzen, aber Standortfragen, wie der Koralmtunnel, sind
Machtfragen. Und ich will, dass die Steiermark in solchen Fragen in
Wien wieder die Macht hat, etwas mitzureden."
Rückfragehinweis:
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Dr. Piotr Dobrowolski
0664/4638885
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OTS0040 2010-08-31/09:00
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